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Zuhause ist es am schönsten - Kritik und Trailer zum Film

Zur Feier ihrer Goldenen Hochzeit haben Alba und Pietro ihre Großfamilie samt Ex-Frauen und Enkeln auf ihr Anwesen auf der idyllischen Insel Ischia eingeladen. Aber von Harmonie ist wenig zu spüren, bald fliegen generationsübergreifend die Fetzen. Und dann sitzt die ganze Bagage wegen eines Sturms auf der Insel fest.

Mit Familienfeiern in Filmen ist es wie mit Gesprächsthemen bei eben jenen Zusammenkünften – irgendwann wurde über alles gesprochen. Wer sich trotz des scheinbar überstrapazierten Stoffes ins Kino wagt, erlebt in “Zuhause ist es am schönsten” (“A casa tutti bene”) eine nuancierte, stellenweise beklemmende Abbildung von Familie, Liebe und Ehe vor italienischer Kulisse. Ab Freitag im Kino.

Zuhause ist es am schönsten – Kurzinhalt zum Film

Paolo, Elettra, Riccardo – am Anfang wirft der Film den Zuschauer gnaden- und kontextlos etliche Namen hin. Und es werden mehr, knapp 20 Personen tummeln sich nach kürzester Zeit in unterschiedlichen Konstellationen auf der Leinwand und stiften Verwirrung. Regisseur Gabriele Muccino, bekannt aus Hollywoodstreifen wie “Das Streben nach Glück” mit Will Smith und “Väter und Töchter – Ein ganzes Leben” mit Russell Crowe, verlangt die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers. Lässt man sich darauf ein, bekommt man nach 20 Minuten langsam den Überblick.

Auf der italienischen Insel Ischia versammeln Alba (Stefania Sandrelli) und Pietro (Ivano Marescotti) anlässlich ihrer goldenen Hochzeit die ganze Familie – und auch die Päckchen, die jeder Einzelne mit sich herumträgt. Ein Sohn, Paolo, (Stefano Accorsi) ist ein Abenteurer, ein ruheloser Schwerenöter, der mit seiner Cousine (Elena Cucci) eine Affäre beginnt. Der andere Sohn, Carlo (Pierfrancesco Favino), reist mit seiner neuen Frau (Carolina Crescentini) und Kind an, die ihre aggressive Eifersuchtsanfälle gegenüber Carlos ebenfalls anwesender Exfrau kaum verbergen kann. Die Tochter (Sabrina Impacciatore) merkt nicht, dass ihr Mann sie erneut betrügt. Weil Pietro die Familienzusammenkunft bereits nach wenigen Stunden satthat, drängt er seine Verwandten zur Fähre im Hafen. Als das Schiff wegen eines Sturms nicht ablegen kann, bleibt die gesamte Sippe gezwungenermaßen auf der Insel.

Zuhause ist es am schönsten – Die Kritik

Es gibt keine dominierende Handlung, alle Handlungsstränge sind für sich wichtig, verlaufen nebeneinander und ineinander – wobei meist heftiges Geschrei die Überleitung bildet. Die kleinteiligen Erzählungen funktionieren, weil die Kamera stets nahe bei den Darstellern bleibt und sich keine Zeit für idyllische Landschaftsbilder nimmt. Und auch, weil der Regisseur die Protagonisten der jeweiligen Handlungsstränge, einen nach dem anderen, in der gleichen Situation zeigt: im Bett oder nach dem überstandenen Wochenende im Auto.

Diese immer aus derselben Kameraperspektive gefilmten Szenen sind die zentralen Minuten, in denen sich die Tragweiten der Einzelschicksale offenbaren. Abseits des Familientrubels wird hier Revue passiert, inne gehalten, nachgedacht. Dadurch entstehen Beziehungen, sie bekommen Risse oder zerbrechen. Es ist beklemmend, zu nahe an der Realität, um die gewohnte, vielen Familienfilmen innewohnende Komik herzustellen. Obwohl der Film mit einer Anzahl von Charakteren aufwartet, die man sonst eher von Serien kennt, bekommen fast alle subtilen Tiefgang. Sie sind keine Schablonen, die sich in eine X-beliebige Szenerie versetzen lassen, aber auch keine traumatriefenden, überzeichneten Figuren.

Die Harmonie, die das farbenfrohe Filmplakat des als “Komödie über den Niedergang der italienischen Familie” titulierten Streifens suggeriert, kommt nicht einmal auf, wenn sich die Familie ums Klavier schart und italienische Balladen trällert. “Zuhause ist es am schönsten” bietet kein Happy End, ja für manche Protagonisten nicht mal ein Ende – nicht, um eine Fortsetzung zu ermöglichen, sondern um schlicht und einfach bei der Realität zu bleiben.

>> Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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