Zugkollision am Bahnhof Wien-Meidling mit mehreren Verletzten

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Zwei Züge kollidierten am Bahnhof Wien-Meidling
Zwei Züge kollidierten am Bahnhof Wien-Meidling - © APA (Sujet)
Am Bahnhof Wien-Meidling kam es am Samstagnachmittag zu einem Zusammenstoß zweier Züge.

Gegen 16:30 kam es zu der Kollision, ersten Informationen der Polizei zufolge war ein Personenzug involviert. Mehr als 30 Personen wurden geborgen, neun davon verletzt.

Kollision zweier Züge am Bahnhof Wien-Meidling

Das Unglück ereignete beim Bahnsteig 5 im Bahnhof. Nach Angaben der Einsatzkräfte wollte ein Regionalzug gerade aus der Station fahren, als der mit 30 Personen besetzte Railjet nach Villach gegen die leere Garnitur prallte. Der Railjet wurde dabei teilweise aus den Gleisen gehoben und laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger eine Oberleitung beschädigt.

Südbahnstrecke unterbrochen

Die Südbahnstrecke war durch das Unglück bis auf Weiteres unterbrochen. Laut Hahslinger dürfte auch eine Oberleitung beschädigt sein. Auf ihrer Homepage informierten die ÖBB ihre Kunden, dass derzeit 60 Minuten mehr Reisezeit einzuplanen sind. Mehrere Züge wurden umgeleitet und hielten nicht in Meidling. Drei Garnituren – 563, 649 und 91 – wurden zum Westbahnhof umgeleitet. Das Zugsunglück sorgte auch im Wiener Straßenverkehr für erhebliche Behinderungen. Laut ÖAMTC war die Eichenstraße zwischen Gürtel und Wienerbergstraße gesperrt.

Feuerwehr im Großeinsatz

Getötet wurde bei der Zugskollision niemand. Polizeisprecher Patrick Maierhofer sprach zunächst von sieben Verletzten. Die schwerste Blessur war demnach ein Handbruch. Laut Lukas Schauer, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, wurden 30 Personen aus den Zügen von Feuerwehr und Polizei in Sicherheit gebracht. Die Wiener Berufsrettung versorgte sie. Die Feuerwehr war mit 62 Personen und 21 Fahrzeugen im Einsatz. Das Unglück ereignete sich etwa auf Höhe des Bahnhofseingangs. Im Einsatz stand auch ein Hubschrauber.

Ermittlungen zu Ursachen laufen

Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) befindet sich mittlerweile vor Ort, um die Ursachen des Zusammenstoßes zu ermitteln. Die Ermittler der SUB starten damit den Unfallort zu untersuchen, mit Fotos zu dokumentieren und Beweismaterial zu sichern. Auf Basis der gewonnenen Informationen kann der Unfallhergang rekonstruiert werden. Bei ihren Ermittlungen arbeiten sie eng mit den Einsatzkräften zusammen und sind in Kontakt mit den Verantwortlichen der ÖBB. Die SUB ermittelt in alle Richtungen.

Wien Ð ZugsunglŸck im Bahnhof Meidling

Mit ersten Erkenntnissen war aber nicht vor Dienstag zu rechnen. “Es ist ein technisches Gebrechen genauso möglich wie menschliches Versagen”, sagte Hahslinger. Die beiden Lokführer – sie blieben unverletzt – und die Fahrdienstleiter sollten zum Hergang befragt werden. Die Gepäckstücke der Verletzten wurden der Berufsrettung mitgegeben. Das Gepäck der anderen Passagiere wurde zum Hauptbahnhof gebracht. Informationen dazu konnten bei den ÖBB eingeholt werden.

(APA/Red.)

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