Zucker-Streit bei Plachutta: Entlassung kein Einzelfall – Flashmob geplant

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Bei Plachutta kam es bereits öfter zu Kündigungen, die ein Fall für das Arbeitsgericht werden
Bei Plachutta kam es bereits öfter zu Kündigungen, die ein Fall für das Arbeitsgericht werden - © BilderBox.com (Sujet)
Nach der Entlassung des Kellners im Wiener Nobellokal Plachutta, der gekündigt wurde, weil er seine Erdbeeren mit Firmen-Zucker süßte, hat die Arbeiterkammer auf ähnliche Fälle verwiesen. Auch ein unrasierter Mitarbeiter sei dort etwa schon entlassen worden.

Nichts Neues gibt es im Fall des fristlos entlassenen Plachutta-Mitarbeiters, eines gebürtigen Slowaken, nach der Zucker-Causa.

Plachutta-Entlassungen: Öfter Fall für Arbeitsgericht

Einen Betriebsrat gebe es nicht, es habe auch noch keinen Bedarf danach gegeben, so Plachutta-PR-Mitarbeiterin Christina Knierlinger. AK-Beraterin Julia Vazny-König kann darüber nur den Kopf schütteln.

Sie verweist darauf, dass es im Betrieb eine große Fluktuation gäbe und der Fall des entlassenen Kellners nicht einmalig sei. Zwei bis drei Plachutta-Fälle würden jährlich vor dem Arbeitsgericht landen. So sei ein Mitarbeiter entlassen worden, weil er zweimal unrasiert in die Arbeit gekommen sei.

Facebook-Shitstorm –  Zucker für Plachutta

Nach dem Facebook-Shitstorm, der nach Bekanntwerden des Vorfalls bei Plachutta losgebrochen war, formiert sich indessen in Wien der Protest gegen das Lokal.

Die Gruppe “Staubzucker für Plachutta” wurde gegründet und zählt inzwischen 318 Mitglieder. Auch auf Wikipedia fand der Vorfall bereits Erwähnung – sowohl unter dem Schlagwort “Plachutta” als auch unter Plachutta-Skandal 2014.

Flashmob auf der Wollzeile

Für Samstag, den 3. Mai, wird auf Facebook unter dem Motto “FLASHMOB: Gebt dem PLACHUTTA Wiener Zucker! Wir bauen einen Zuckerturm vor seiner Eingangstüre!” zu einem Flashmob auf der Wiener Wollzeile direkt vor dem Restaurant geladen.

Wieviele der 54 bislang angemeldeten Teilnehmer tatsächlich kommen werden, wird sich zeigen. Der Termin für den Flashmob vor dem Plachutta wurde bewusst auf 19:00 Uhr gelegt – “Abendessenzeit”, wie es in der Gruppe heißt.

(red)

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