Ziemliche Bose: Hören uns teure Kopfhörer ab?

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Audio-Spezialist Bose sieht sich mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Laut Recherchen des Wirtschaftsmagazin Fortune belauschen die Kopfhörer des Edel-Herstellers ihre Nutzer, und geben Daten ungefragt zu Werbezwecken weiter.

Im Mittelpunkt der Recherchen steht die Bose-Connect App, die auch auf iPhone und iPad zur Musiksteuerung verwendet wird – als Alternative zu Apples gewohnter Musik-App. Angeblich soll die App das Nutzungsverhalten der Bose-Kunden aufzeichnen. Die gewonnenen Daten verkauft Bose demnach an Drittfirmen und Werbevermakter.

In Chicago wurde nun eine Klage in Höhe von fünf Millionen Dollar gegen Bose eingereicht, die dem US-Konzern die Verletzung von Datenschutzvorschriften vorwirft. Laut Klageschrift ist die Auswertung alles andere als trivial.

Die Daten können auch Aufschlüsse über die betroffenen Personen, ihre Lebensgewohnheiten und Ansichten liefern. Ein Moslem, der bevorzugt Gebete hört, oder das Anhören eines schwul-lespischen Podcasts sind hier nur zwei Beispiele.

Die betroffenen Modelle

In der Klage sind mehrere Bose-Kopfhörer erwähnt, darunter die Modelle QuietComfort 35, SoundSport Wireless, Sound Sport Pulse Wireless, QuietControl 30, SoundLink Around-Ear Wireless II und SoundLink Color II.

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