WKR-Ball: Darabos untersagt Heeres-Uniformen

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WKR-Ball 2012: Darabos untersagt heuer Heeres-Uniformen.
WKR-Ball 2012: Darabos untersagt heuer Heeres-Uniformen. - © APA
Verteidigungsminister Norbert Darabos hat es den Bundesheer-Soldaten untersagt, in Uniform am umstrittenen Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), der am 27. Jänner 2012 in der Wiener Hofburg stattfindet, teilzunehmen.

Auf dem WKR-Ball treffe sich “das Who’s who der nationalen und internationalen extremen Rechten” – und man wolle “nicht den Anschein erwecken, dass das österreichische Bundesheer derartiges Gedankengut unterstützt”, sagte Darabos zum “Standard” (Donnerstag-Ausgabe). Militärangehörige müssen beim zuständigen Militärkommando um eine Bewilligung ansuchen, wenn sie ihre Ausgehuniform – samt Orden – bei Bällen oder ähnlichen Events tragen wollen, ausgenommen sind nur Veranstaltungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Deshalb hat Darabos das für den WKR-Ball zuständige Militärkommando Wien angewiesen, die Teilnahme in Uniform zu untersagen. Wer das Verbot ignoriert, muss laut Ministerium mindestes mit disziplinären Maßnahmen und auch Geldstrafen rechnen.

SPÖ begrüßt Entscheidung von Darabos

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas begrüßt die Entscheidung von Verteidigungsminister Norbert Darabos, Bundesheerangehörigen die Teilnahme am Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) in Uniform zu untersagen. “Der Verteidigungsminister stellt damit einmal mehr unter Beweis, dass es im österreichischen Bundesheer null Toleranz für das Anstreifen an rechtsextremen Gedankengut gibt”, sagte Rudas am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der WKR-Ball, der heuer am Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz stattfindet, gilt als Stelldichein des österreichischen und europäischen Rechtsextremismus. Neben führenden Vertretern der deutschen NPD und des belgischen Vlaams Belangs nehmen wie jedes Jahr auch FPÖ-Spitzenpolitiker daran teil.

WKR-Ball: Gegendemonstrationen geplant

Am Tag des WKR-Balles wird es wieder einige Gegendemonstrationen im Bereich der Inneren Stadt und rund um die Wiener Hofburg geben. SOS Mitmensch haben eine Großkundgebung am Wiener Heldenplatz angekündigt. Die Polizei wird auch heuer wieder mit einem Großaufgebot vor Ort präsent sein.

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