Wiener und Pendler zum Parken in Wien befragt

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Soll in Zukunft noch öfter vorkommen: Die allseits beliebte Kurzparkzone
Soll in Zukunft noch öfter vorkommen: Die allseits beliebte Kurzparkzone - © APA/Barbara Gindl
Schwere Zeiten kommen auf die Wiener Autofahrer zu: Nicht nur werden die Parkgebühren um satte 67 Prozent angehoben, das Parken in Wien soll dank neuen Kurzparkzonen auch umständlicher werden.

In einer repräsentativen Meinungsumfrage mit 400 Befragten in Wien und Niederösterreich hat nun der ÖAMTC die Stimmung in der Bevölkerung zum Parken in Wien erhoben. “Sowohl bei den Einpendlern aus Niederösterreich als auch bei den Wienern gibt es großen Widerstand gegen die Ausweitung der Zonen. Rund zwei Drittel der Befragten sind dagegen”, fasst ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer zusammen. Die Erhöhung der Parkgebühren wird generell als unnötige Schröpfaktion empfunden. 75 Prozent der Befragten empfinden die Anhebung als zu hoch.

Kein Totalwiderstand gegen Kurzparkzonen

Dabei erkennen die Bürger durchaus an, dass es in bestimmten Gebieten der Stadt Handlungsbedarf gibt. “Es ist verständlich, dass es nicht gern gesehen wird, wenn Pendler ihr Fahrzeug in den ohnehin dicht verparkten Bereichen abstellen. Durch die Einführung des Parkpickerls kommen jedoch zusätzliche Kosten auf die Autobesitzer zu”, erklärt der ÖAMTC-Experte. Das beginnt beim Pickerl selbst und endet damit, dass für das Fahren in viele Bereiche der Stadt eine hohe Gebühr zu bezahlen ist. “Im Endeffekt wird es so sein, dass die Wiener einen höheren Beitrag zu den Parkgebühren leisten als die Pendler.”

Die geplante Ausweitung der Kurzparkzonen wird laut ÖAMTC auch den Freizeit- und Kulturverkehr massiv beeinträchtigen. Die Besucher von innerstädtischen Veranstaltungen oder Lokalen dürfen ihr Auto zukünftig nicht länger als zwei Stunden auf der Straße abstellen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage zum Parken in Wien

  • Die Anhebung der Parkgebühren um rund zwei Drittel empfinden 75 Prozent der Befragten als zu hoch. Besonders belastet fühlen sich Senioren. Bei ihnen liegt die Ablehnung sogar bei 80 Prozent.
  • Eine klare Mehrheit spricht sich gegen eine Ausdehnung der Kurzparkzonen bis in Stadtrandgebiete aus. Zwei Drittel der Bewohner der möglicherweise betroffenen Bereiche sind dagegen.
  • Der Forderung des ÖAMTC, zuerst den öffentlichen Verkehr attraktiver und leistungsfähiger zu machen, bevor beim Parken in Wien abkassiert wird, stimmen 75 Prozent der Befragten zu. Die Befürwortung liegt naturgemäß in Niederösterreich noch höher als in Wien, nämlich bei 81 Prozent.
  • 71 Prozent der Befragten wollen, dass die zulässige Abstelldauer in den Kurzparkzonen von derzeit zwei auf maximal drei Stunden ausgedehnt wird.
  • Neben einer ganz klaren Ablehnung für die Gültigkeit der blauen Zonen am Wochenende und an Feiertagen (wie derzeit im 15. Bezirk) fordern die Befragten, dass die Gebührenpflicht schon früher als um 22 Uhr endet.
  • Der ÖAMTC spricht sich klar gegen Kurzparkzonen außerhalb des Gürtels aus. “Zielführender wäre ein ähnliches Modell wie in Graz, wo auf gestaffelte, moderate Gebühren ohne Parkzeitbeschränkung gesetzt wird”, erklärt der ÖAMTC-Jurist zum Parken in Wien.

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