Wiener Personaldienstleister AGO insolvent: Sanierungsverfahren-Antrag

Außenansicht der Firma "AGO" in Wien, die nun Insolvenz anmelden wird
Außenansicht der Firma "AGO" in Wien, die nun Insolvenz anmelden wird - © APA/GEORG HOCHMUTH
Der Personaldienstleister AGO (Akademischer Gästedienst in Österreich) wird am 10. Dezember einen Insolvenzantrag mit Sanierungsplan beantragen. Die Insolvenz der erst 2014 gegründeten MIC (Medical Implants Competence) sei unvermeidlich.

Dies teilte die AGO am Samstag mit, die Assets der MIC und die von der Insolvenz nicht betroffenen anderen Unternehmen der SLG-Holding sollen verkauft werden.

Interessenten für die MIC

Man habe bereits mit Interessenten für die MIC und für die anderen Unternehmensbeteiligungen Kontakt aufgenommen, teilte die AGO am Samstag mit. Für die AGO wird ein Sanierungsverfahren mit einer 20-Prozent-Quote beantragt – das wurde in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter seien aus heutiger Sicht somit gesichert, und man werde die Verträge weiterhin erfüllen können.

AGO-Insolvenz betrifft 278 Mitarbeiter

Von der Insolvenz sind 278 Mitarbeiter betroffen, von denen etwas mehr als 100 als IT-Kräfte im städtischen Krankenanstaltenverbund (KAV) beschäftigt sind.

Für den AGO-Insolvenzantrag macht das Unternehmen in einer Aussendung unter anderem vom OGH verfügte Nachzahlungen für ehemalige Mitarbeiter, abgeschriebene Forderungen sowie eine hinter den Erwartungen bleibende Geschäftsentwicklung im heurigen Jahr verantwortlich.

Korruption bei Reinigungsarbeiten im AKH Wien

In die Schlagzeilen geriet die AGO, nachdem sie vor einigen Jahren die Ausschreibung für Reinigungsarbeiten im Wiener AKH gewonnen hatte. Bei der Neuvergabe wurden Korruptionsvorwürfe laut – was vor Gericht letztlich mit Freisprüchen endete. Beendet wurde allerdings auch der Vertrag mit der AGO durch das Wiener Spital.

>>Personaldienstleister AGO zahlt laut “Wien Anders” keine Novembergehälter

(apa/red)

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