Wiener Parkpickerl: Döbling, Hietzing und Simmering befragen Bewohner

In Sachen Parkpickerl tut sich einiges in den Wiener Bezirken.
In Sachen Parkpickerl tut sich einiges in den Wiener Bezirken. - © APA
Ab 5. September wird in Wien-Währing das Parkpickerl eingeführt. Dann gibt es nur mehr sieben Bezirke, in denen das Abstellen von Autos großflächig gebührenfrei ist – vorerst. Denn in Favoriten kommt die Gebührenpflicht mit Herbst 2017. Einige weitere Bezirke wollen ihre Anrainer nun befragen.

Döbling, Hietzing und Simmering wollen Anfang nächsten Jahres die Bewohner befragen. Liesing wartet vorerst noch ab. Weiterhin kein Thema ist die Einführung des Parkpickerls hingegen in Floridsdorf und in der Donaustadt.

Fix ist bereits: In Favoriten kommt das Parkpickerl Anfang September 2017 – zeitgleich mit der Verlängerung der U-Bahnlinie U1 vom Reumannplatz bis Oberlaa. Der Entschluss pro Pickerl fiel im Juni mit hauchdünner Mehrheit im Bezirksparlament. “Ende August finden die ersten Besprechungen statt”, berichtete der stellvertretende Bezirksvorsteher Josef Kaindl (SPÖ).

Parkpickerl: Druck seitens der Anrainer wächst

In manchen Teilen des Zehnten – zum Beispiel Oberlaa und Inner-Favoriten – sei der Druck seitens der Bevölkerung besonders hoch: “Es rufen schon Leute an und fragen, ob sie sich für das Parkpickerl anmelden können.” Weiters werden Gespräche mit den großem Unternehmen geführt, um Lösungen für deren – mit den Pkw aus dem Umland anreisenden – Mitarbeiter zu finden, kündigte der Bezirks-Vize an. “Nur Pendler sekkieren, ohne Alternativen anzubieten, das geht auch nicht.”

In Döbling wird unterdessen – wie schon seit längerem – weiter über das Parkpickerl nachgedacht. Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) kündigte Ende 2015 zunächst die Einführung an, im Februar 2016 kam dann doch eine Absage. In der Sitzung der Verkehrskommission votierten damals ÖVP, FPÖ und NEOS dagegen. Der Bezirks-Chef stellte nun in Aussicht, “Ende Jänner, Anfang Februar 2017” die Bürger diesbezüglich abstimmen zu lassen. Im 19. Bezirk gebe es Gegenden, wie Heiligenstadt, die überparkt seien, in anderen Arealen stelle dies kein Problem dar. Das Ergebnis sei bindend, versprach er: “Wenn sie es (das Parkpickerl, Anm.) wünschen, werden sie es auch bekommen.”

Bezirke lassen abstimmen

Ebenfalls dem Bürgerwillen will sich der Vorsteher des 11. Bezirks, Paul Stadler (FPÖ), fügen. Denn auch er lässt Anfang 2017 die Simmeringer über das Parkpickerl abstimmen. Konkret sollen dann “mehrere Ideen” abgefragt werden – darunter die flächendeckende oder nur die teilweise Einführung. Wobei Stadler darauf hinwies, dass es nicht in allen Teilen des Bezirks Parkplatzprobleme gebe – diese bestünden vorrangig in der Nähe der Stationen der U-Bahnlinie U3.

Und auch ein dritter Bezirk will Anfang 2017 die Bevölkerung befragen: Hietzing. Ein genaues Datum und welche Bewohner mitstimmen dürfen, stehe noch fest, sagte Vorsteherin Silke Kobald (ÖVP). Fix sei jedenfalls: “Die Gebiete entlang der U-Bahnlinie U4 und das Zentrum Hietzing sind schon sehr überparkt.” Hier gebe es einen gewissen Leidensdruck. Eine flächendeckende Einführung im 13. Bezirk steht laut Bezirkschefin derzeit aber nicht zur Debatte.

In Liesing ist die Einführung des Parkpickerls hingegen “aktuell kein Thema”, so Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ). Aber: Man werde sich anschauen müssen, wie sich die Einführung in Favoriten auswirke – “bevor man nachdenkt, ob es Sinn macht”. Denn, so stellte er klar: “Da gibt es noch viele Fragezeichen.”

(APA)

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