Wiener Grüne: Klaus Werner-Lobo tritt aus Partei aus

Wiener Grüne: Ex-Kultursprecher Werner-Lobo tritt aus Partei aus
Wiener Grüne: Ex-Kultursprecher Werner-Lobo tritt aus Partei aus - © APA/CHRISTIAN MONTES
Der ehemalige Kultursprecher der Wiener Grünen, Klaus Werner-Lobo, der im Vorfeld der Gemeinderatswahl von seiner Partei an unwählbare Stelle gereiht worden war, hat dem Landesbüro via Mail seinen Austritt bekannt gegeben.

Klaus Werner-Lobo bestätigte am Montag, den 16. November im APA-Gespräch entsprechende Medienberichte und versicherte, dass sein Parteiaustritt – er war fünf Jahre lang Mitglied – nichts mit Unzufriedenheit über den ausverhandelten Koalitionspakt von Rot-Grün zu tun habe. Diesen finde er “im Großen und Ganzen okay” und “sogar besser als jenen vor fünf Jahren”. Offen sei, ob es gelinge werde, ihn mit Leben zu füllen.

Werner-Lobo verabschiedet sich von den Grünen

Vielmehr liege der Hauptgrund für den Parteiaustritt darin, dass Werner-Lobo “als Autor und politischer Aktivist parteiunabhängig sein möchte”. In diesem Bereich war er bereits vor dem Einzug in den Gemeinderat 2010 tätig. Er verstehe besser als vorher, wie Parteipolitik funktioniere und halte sie nicht für das “Gelbe vom Ei”: “Ich glaube, dass echte politische Veränderungen von sozialen Bewegungen ausgehen und nicht von Parteien.”

Derzeit schreibt er an einem Buch über dieses Thema, dass im März 2016 veröffentlicht wird. Es trägt den Titel: “Macht der Empörung. Was tun, wenn wählen nicht mehr reicht?” Es handle sich um eine Handlungsanleitung für zivilgesellschaftliches Engagement, umriss er den Inhalt.

>> Rot-Grün geht in Wien in die zweite Runde

(Red./APA)

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