Wiener Eislaufverein: Vassilakou glaubt nicht an Gefährdung des Welterbe-Status

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Das geplante Hochhaus am Areal des Wiener Eislaufvereins.
Das geplante Hochhaus am Areal des Wiener Eislaufvereins. - © APA (Sujet)
Das geplante Hochhaus auf dem Gelände des Eislaufvereins beschäftigte am Mittoch erneut den Gemeinderat. Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) geht davon aus, dass das Projekt des 73 Meter hohen Bauobjekts nicht das Weltkulturerbe-Prädikat für die Innenstadt gefährdet – wie von mancher Seite befürchtet wird. Die FPÖ verlangt Vassilakous Rücktritt, wenn das Hochhaus gebaut wird.

“Die Stadt ist sich der Verantwortung bewusst, die Stadtentwicklung im Einklang mit dem Welterbe-Status zu betreiben”, sagte Vassilakou in der Fragestunde. Der Fokus dürfe außerdem nicht nur auf die Höhe des Turms, sondern müsse auch auf die stadträumlichen Qualitäten des Vorhabens gelegt werden. Wie die Beurteilung der UNESCO tatsächlich ausfällt, werde sich bei der nächsten Sitzung des Komitees im Sommer in Istanbul zeigen, so die Ressortchefin. Der Gemeinderat müsse dann entscheiden, ob der Hochhausplan tatsächlich realisiert wird.

FPÖ will Vassilakous Rücktritt bei Hochhaus-Bau

Die FPÖ hat am Mittwoch den Rücktritt von Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) gefordert – für den Fall, dass das umstrittene Hochhaus am Areal des Wiener Eislaufvereins tatsächlich gebaut wird. Es erhärte sich der Verdacht, dass Rot-Grün das “Monsterprojekt auf Biegen und Brechen durchdrücken will” und dafür das Weltkulturerbe der City aufs Spiel setze, kritisierte Mandatar Dietrich Kops.

“Wie kommen Sie zu dieser Sicherheit, dass unser Welterbe-Status nicht in Gefahr ist?”, fragte die ÖVP Innere Stadt daraufhin. Denn die Realisierung des Turms könnte dazu führen, dass das Weltkulturerbe irreversibel beschädigt werde, verwies Sebastian Gimbel, Klubobmann der Bezirkspartei, per Aussendung auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht im Auftrag von ICOMOS, Beratergremium der UNESCO.

>> Vorbericht: Weltkulturerbe in Gefahr?

(apa/red)

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