Wien-Margareten: Abwechslungsreicher Trendbezirk innerhalb des Gürtels

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Tradition und Moderne treffen in Wien-Margareten aufeinander.
Tradition und Moderne treffen in Wien-Margareten aufeinander. - © Hans Strunz
Der 5. Wiener Gemeindebezirk ist vielleicht nicht der berühmteste, aber definitiv einer der abwechslungsreichsten Bezirke der Bundeshauptstadt: Von geschichtsträchtigen Orten bis hin zu Grünflächen und urbane Lifestyle-Fleckchen hat der “Arbeiterbezirk” Margareten alles zu bieten.

Margarten ist relativ schnell durchwandert – kaum mehr als zwei Quadratkilometer Fläche umfasst der 5. Gemeindebezirk, das sind gerade mal 0,5 Prozent des Wiener Stadtgebietes, auf denen sich rund 54.000 Einwohner verteilen. Zu entdecken gibt es hier aber trotzdem jede Menge.

Geschichtsträchtiges Margareten

Margareten hat einige Plätze aufzuweisen, die berühmten Wiener Persönlichkeiten gewidmet wurden. Hätten Sie’s gewusst? Falco beispielsweise – mit bürgerlichem Namen Johann Hölzel – wurde am 19. Februar 1957 in der Ziegelofengasse im 5. geboren. Nach Falco wurde auch eine Stiege benannt, nach einem früheren Bundeskanzler gleich ein ganzer Park, denn: Der Sozialdemokrat Bruno Kreisky wurde am 22. Jänner 1911 in der Schönbrunner Straße geboren. Der Bruno-Kreisky-Park eignet sich heute nicht nur zum Spazieren und Spielen für Kinder, sondern auch zum “Abhängen” in den zwischen den Bäumen angebrachten Hängematten.

01Foto: BV Margareten

Außerdem wissenswert: Der erste Gemeindebau Wiens, der denkmalgeschützte Metzleinstaler Hof, wurde ebenfalls im 5. Bezirk errichtet. Nicht zuletzt deswegen hat Margareten den Ruf eines “Arbeiterbezirks” bekommen.

Grünoasen und Trendlokale im Fünften

Davon sollte man aber kein falsches Bild bekommen, denn in Sachen Familienfreundlichkeit und Trend-Spots hat sich der fünfte Bezirk längst als Tipp in Wien etabliert. Zahlreiche Parkanlagen, wie eben bereits genannter Bruno-Kreisky-Park oder auch der Bacherpark (der immerhin stolze 6.000 Quadratmeter misst), der Einsiedlerpark, Ernst-Arnold-Park, Hundsturmpark oder der Klieberpark fungieren als kleine aber feine Grünoasen mitten in der City. Parkbänke, Kinderspielplätze und Hundezonen schaffen dort Erholungsraum. Insgesamt finden sich in Margareten ganze 18 Parkanlagen – beachtlich für einen Bezirk von nicht allzu weitläufiger Größe.

05Foto: Wrbka

Und wen es nicht zum Entspannen in den Parks nach Margareten verschlägt, der sollte sich aber die bunte Lokal- und Kreativen-Szene des Bezirks nicht entgehen lassen. Künstler, Designer, Grafiker – viele von ihnen haben den Fünften längst für sich entdeckt. Flaniert man etwa die Schönbrunner- oder Margaretenstraße entlang, wird man bei so mancher Auslage stehenbleiben und staunen.

Und zum Fortgehen eignet sich der Bezirk sowieso bestens. Kulinarik oder einfach was trinken gehen (zu durchaus erschwinglichen Preisen) kann man in Margareten so gut wie in kaum einem anderen Bezirk. Sei es im berühmten “Schlossquadrat” oder einfach in einem der zahllosen kleinen Lokale oder Cafés, die sich im Herzen Margaretens aneinander reihen: Am besten einfach bei der U-Bahnstation Pilgramgasse aussteigen und losspazieren – man wird garantiert schnell fündig.
Foto: Hans Strunz

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Politische Ausrichtung in Wien-Margareten

 Bezirksvorsteher: Mag.a Schaefer-Wiery Susanne (SPÖ)
Wohnbevölkerung (1.1.2014): 53.610
Durchschnittsalter (1.1.2014): 39,4 Jahre
Ausländeranteil (1.1.2014): 31,7 %
Wahlberechtigte Gemeinderatswahl 2010: 32.856

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