Wer wird als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet?

Wer geht mit "Gold" nach Hause und wird "Bester Hauptdarsteller"?
Wer geht mit "Gold" nach Hause und wird "Bester Hauptdarsteller"? - © AFP
Das sind die fünf Nominierten in der Kategorie “Bester Hauptdarsteller”. In den Wettbüros wird derzeit Leonardo DiCaprio als absoluter Favorit gehandelt.

Auch 2016 hat die Darstellung realer Personen Hollywoods führenden Schauspielern Glück gebracht. Mit Ausnahme von Matt Damon porträtieren die Nominierten für den Oscar als “Bester Hauptdarsteller” historische Personen.

Wird Leonardo DiCaprio heuer belohnt?

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Den “härtesten Dreh meiner Karriere” hat DiCaprio unter der Regie von Alejandro Inarritu in der verschneiten Wildnis durchlebt, und das könnte sich am 28. Februar 2016 auszahlen. Zum fünften Mal ist der bisher glücklose Hollywoodstar und Umweltschützer für einen Schauspiel-Oscar nominiert, das erste Mal – als damals 20-Jähriger im Familiendrama “Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa” – liegt bereits stolze 22 Jahre zurück. Die Rolle des rachsüchtigen Pelztierjägers in “The Revenant” bedeutet eine Abkehr von bisher typischen DiCaprio-Rollen wie dem überheblichen Finanzjongleur in “The Wolf of Wall Street” oder dem exzentrischen Flugpionier Howard Hughes in “Aviator”, die ihm jeweils Nominierungen eingebracht haben. Dass es damit klappt, davon sind nicht nur Branchenexperten und Wettbüros, sondern auch DiCaprios “Titanic”-Filmpartnerin Kate Winslet überzeugt: “Man kann es irgendwie spüren, und ich denke, alle gönnen es ihm.” Es ist an der Zeit, ist die bisherige Pechsträhne des 41-Jährigen doch bereits allzu legendär: Im Internet verbreiten sich seit Jahren hartnäckig sogenannte Memes, die den Hollywoodstar verzweifelt auf Oscar-Jagd zeigen.

Matt Damon mit Oscar-Chancen

Zweifellos zu den Hollywoodstars seiner Generation zählt auch Matt Damon. Der gewann zwar bereits gemeinsam mit Ben Affleck 1998 einen Oscar für das Drehbuch zu “Good Will Hunting”, als Hauptdarsteller aber ging er damals – genauso wie 2010 für “Invictus” – leer aus. Die charmante Darstellung des auf dem Mars gestrandeten Botanikers Mark Watney in Ridley Scotts Weltraumabenteuer “Der Marsianer” hat dem sympathischen 45-Jährigen heuer bereits einen Golden Globe eingebracht – jedoch hatte Damon da aufgrund der (eher unpassenden) Zuschreibung des Films in der Komödiensparte noch die Möglichkeit, DiCaprio zu umgehen.

Michael Fassbender als “Bester Hauptdarsteller” nominiert

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Mit einer Rolle, für die kurzzeitig auch DiCaprio im Gespräch war, gesellt sich erstmals Michael Fassbender unter die “Leading Men” Hollywoods. Als “Steve Jobs” im gleichnamigen Porträt des verstorbenen Apple-Gründers und Tech-Visionärs übernahm der deutsch-irische Schauspieler erstmals die Hauptrolle in einer Hollywoodproduktion – und kassierte dafür prompt seine erste Oscar-Nominierung in der Königskategorie. Bereits 2014 war er als Nebendarsteller im Oscar-prämierten Sklavendrama “12 Years a Slave” nominiert, bisweilen hat sich der 38-Jährige vor allem in viel beachteten Independentproduktionen wie “Shame” oder “Macbeth” als einer der ausdrucksstärksten Mimen unserer Tage hervorgetan.

Eddie Redmayne mit zweiten Oscar in Folge?

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Eddie Redmayne indes hat den erfolgreichen Einstieg in Hollywood bereits vollzogen. Als relativer Neuling im Geschäft räumte der Brite im Vorjahr fulminant sämtliche Schauspielpreise, darunter den Oscar, für seine Darstellung des ALS-kranken Astrophysikers Stephen Hawking in “Die Entdeckung der Unendlichkeit” ab. Auch heuer hat ihn eine physische Transformation in einem leider etwas verkitschten Film in die erste Reihe gebracht: In Tom Hoopers “The Danish Girl” verkörpert der 34-Jährige die im falschen Körper geborene Künstlerin Lili Elbe, die 1930 als vermutlich Erste ihr Geschlecht operativ anpassen ließ. Beobachter bezweifeln, dass er zum zweiten Mal in Folge gewinnt. Grund zur Freude hat Redmayne heuer dennoch: Er wird erstmals Vater.

Bryan Cranston ebenfalls im Rennen

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Überraschend nicht Hollywood-Paradiesvogel Johnny Depp (“Black Mass”), sondern Fanliebling Bryan Cranston komplettiert die Runde. Die kultige Rolle des Meth-kochenden, krebskranken Familienvaters Walter White in “Breaking Bad” hat den 59-Jährigen nach drei Jahrzehnten im TV- und Filmgeschäft endlich ins Rampenlicht katapultiert und auch Hollywood aufmerksam werden lassen. Seit Ende der Serie nach fünf Staffeln 2013 kann sich der Kalifornier nicht vor Angeboten retten. Eines davon – die Rolle des legendären, lange auf der “schwarzen Liste” stehenden Drehbuchautors Dalton Trumbo im Biopic “Trumbo” – hat ihm nun die erste Oscar-Nominierung eingebracht.

(APA/Red)

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