Vienna Masters in der Wiener Krieau bildet Rahmen für Frühmann-Abschied

Springreitlegende Thomas Frühmann (rechts) wird sein ebenfalls legendäres Springpferd "The Sixth Sense" im Rahmen des s.Oliver Vienna Masters (15.-18.09.2016) aus dem Sport verabschieden. Max Kühner (links) wird dort hingegen als Österreichs bester Springreiter an den Start gehen
Springreitlegende Thomas Frühmann (rechts) wird sein ebenfalls legendäres Springpferd "The Sixth Sense" im Rahmen des s.Oliver Vienna Masters (15.-18.09.2016) aus dem Sport verabschieden. Max Kühner (links) wird dort hingegen als Österreichs bester Springreiter an den Start gehen - © Dennis Bora
Zum fünften Mal macht die Global Champions Tour von 15. bis 18. September im Rahmen des Vienna Masters Station, erstmals aber in der Wiener Krieau. Der im Prater gelegene Veranstaltungsort tritt an die Stelle der bisherigen “Location” Rathausplatz. Emotionaler Höhepunkt des Events wird die Verabschiedung des Gespanns The Sixth Sense und Thomas Frühmann.

Der 65-Jährige nimmt die Sportpension des 20-jährigen Ausnahmepferdes als Anlass für seinen eigenen Rücktritt, wie er es bereits vor einem Jahr angekündigt hatte. Zwölf Jahre hat das Duo erfolgreich unzählige Parcours bewältigt. “Wir haben immer alles gegeben, aber irgendwann ist Schluss”, sagte Frühmann am Dienstag bei einer Pressekonferenz für das s.Oliver Vienna Masters mit der Global Champions Tour im Wiener Prater.

Für Frühmann ist The Sixth Sense “fast ein Übermensch”

Frühmann baute zum Wallachen eine besondere Beziehung auf, mehr als nur von Mensch zu Tier. The Sixth Sense ist für den Weltcupsieger 1992 nach eigenen Worten wie ein Mensch. “Eigentlich ist er fast ein Übermensch”, meinte der Reiter nun. “Über die vielen Jahre hat er mir beigebracht, wie ich ihn zu behandeln habe.” Ihren letzten reiterischen Auftritt hatten die beiden im Jänner als Zehnte beim Grand Prix in Treffen.

Beim Vienna Masters wird man sie nicht mehr über Hindernissen in Aktion sehen. Sie werden aber am Samstag (17. September/17.15 Uhr) vor dem Springen der Global Champions Tour u.a. mit einem Video ihrer größten gemeinsamen Erfolge verabschiedet. Frühmann vermutete, dass das bei ihm nicht ohne Tränen ablaufen könnte. Am Freitag (19.30) wird es dem Pferd zu Ehren die “The Sixth Sense Challenge” geben.

Comeback des Weltcupssiegers nicht ausgeschlossen

Während The Sixth Sense seine letzten Jahre in Kuchl verbringen soll, schloss Frühmann für sich nach außen hin ein Comeback nicht ganz aus – “Never say never”. In Wahrheit hat der Weltcupsieger von 1992 unter seine Karriere aber wohl einen fixen Schlussstrich gezogen. Aus seinen Worten war zu erkennen, dass er nicht wie der als 74-Jähriger noch immer aktive Hugo Simon noch als 70-Jähriger wettkampfmäßig im Sattel sitzen will.

Zudem sei es kaum vorstellbar, dass er so schnell ein Pferd von der Güte von The Sixth Sense verfügbar haben werde. Im März 2004 waren die beiden auf der Turnier-Bildfläche erschienen, holten da gleich acht Große Preise. 2006 wurden sie mit den Titeln Bestes Pferd-Reiter-Paar bzw. Erfolgreichstes Springpferd des Jahres ausgezeichnet. Die Erfolgsserie endete vor einem Jahr als Zweiter beim Grand Prix des Vienna Masters.

Vienna Masters: “In der Krieau leichter als in der Stadt”

Damals wurde eben noch am Rathausplatz gesprungen. “In der Krieau ist es leichter als in der Stadt, da ist mehr Platz”, erklärte Co-Veranstalter Gregor Gschlenk den Umzug. “Pferde und LKW können dortbleiben, logistisch ist es viel einfacher. Das Vienna Masters werde dreigeteilt, neben dem Reit-Spektakel mit einer hohen Anzahl an Weltklasse-Gespannen werde es an allen Tagen eine Kinderwelt und ein Musikfestival geben.

Das Reitstadion werde zehn Meter breiter als am Rathausplatz sein, zur Hälfte über die Trabrennbahn geführt. Wenn am Freitag und Samstag Trabrennen im Rahmenprogramm stattfinden, werde durch das dann geöffnete Stadion hindurchgefahren. Österreichs Topmann bei der mit 706.000 Euro dotierten Veranstaltung wird Max Kühner sein. Er ist auch beim heuer vorletzten Bewerb der Global Champions Tour dabei.

>>Vienna Masters 2016: Global Champions Tour in der Wiener Krieau

(apa/red)

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