Verregneter Start beim Wiener Eistraum am Rathausplatz

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Der Eistraum am Wiener Rathausplatz wurde trotz Schlechtwetter am Donnerstag eröffnet
Der Eistraum am Wiener Rathausplatz wurde trotz Schlechtwetter am Donnerstag eröffnet - © APA/HERBERT NEUBAUER
Am Donnerstagabend wurde der Eistraum am Wiener Rathausplatz von Bürgermeister Häupl feierlich eröffnet. Das Wetter spielte nicht wirklich mit – doch trotz strömendem Regen sorgten spektakuläre Showeinlagen beim Publikum für Begeisterung.

Romantische Winterstimmung schaut definitiv anders aus: Bei strömendem Regen hat Bürgermeister Michael Häupl (S) am Donnerstagabend die 17. Auflage des Wiener Eistraums am Rathausplatz offiziell eröffnet. Nach einer Showeinlage mit Tanz, Akrobatik und einer Trommelperformance hieß es “Eis frei” für hauptsächlich jugendliche, niederschlagsresistente Freizeitsportler. Sie wagten sich trotz unwirtlichen Wetters aufs spiegelglatte Parkett, schließlich war der Besuch am heutigen Abend gratis.

Künstler zeigten bei “Polaris” ihr Können

Die Eröffnung startete mit einer Showeinlage, an der 40 Künstler beteiligt waren. Zu sehen gab es Auszüge aus dem Eismärchen “Polaris”. Die in weiß-silbrige Kostüme gehüllten Tänzer zeigten dabei für die kalte Jahreszeit teils erstaunlich viel Haut. Feuerkünstler sorgten zumindest visuell für ein wenig Wärme.

Im Anschluss hielt Häupl – geschützt von einem roten Regenschirm – eine kurze Rede. Sein Verhältnis zum Eislaufsport sei altersgemäß: “Früher hat man mich beim Eishockey gesehen, jetzt sieht man mich beim Eisstockschießen”, analysierte das Stadtoberhaupt den Wandel der Zeit.

Eistraum so riesig wie noch nie

Laut Veranstaltern wird das Kufenvergnügen mit 390.000 Euro aus der Stadtkasse unterstützt. Das entspricht einem Viertel des Eistraum-Gesamtbudgets. Die restlichen 75 Prozent setzen sich aus Sponsorenbeiträgen, Eintritten, Gastro-Mieten und dem Schlittschuhverleih zusammen.

Den Schlittschuhläufern wird in der diesjährigen Eistraumsaison so viel Fläche wie noch nie geboten. Das Areal wurde heuer nämlich auf mehr als 7.000 Quadratmeter vergrößert – nach 6.000 Quadratmetern im Vorjahr. Erstmals ist der gesamte südliche Teil des Rathausparks in die Veranstaltung integriert. Die schmale Eisbahn namens Traumpfad, die sich durch den Park schlängelt, wurde auf einen Kilometer erweitert.

Eisstockschießen am Rathausplatz

Eisstockschützen stehen wie gewohnt wochentags von 17.00 bis 22.00 Uhr mehrere Bahnen zur Verfügung. Die Gastrostände werden heuer am Rathausplatz, also zwischen den Eisflächen, positioniert. Dort werden hungrige Besucher mit heißen Getränken und Speisen versorgt. Erstmals gibt es heuer sogar eine Almhütte, die zum Verweilen einlädt.

Bis 4. März ist die Eisfläche täglich von 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet gleich viel wie im Vorjahr – nämlich sechs Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder und Senioren. Zusätzlich werden zwei Euro Ticket-Pfand eingehoben. Schulklassen sowie Kindergarten- und Hortgruppen können an Schultagen von 9.00 bis 16.00 Uhr in Begleitung gratis ihre Runden drehen.

Wer keine adäquate Ausrüstung besitzt, kann aus mehr als 1.200 Paaren mit Warmluft vorgewärmten Schlittschuhen auswählen. Kinder haben zudem die Möglichkeit, gratis Schutzhelme auszuborgen. Damit steht dem riesigen Eislauf-Vergnügen beim Eistraum nichts mehr im Wege!

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