Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien: Einblicke vor der Eröffnung

Von Sarah van den Berg
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Das Straßenbahnmuseum ist nun ein Verkehrsmuseum.
Das Straßenbahnmuseum ist nun ein Verkehrsmuseum. - © VIENNA.at Sarah van den Berg
Aus dem Straßenbahnmuseum wird das Verkehrsmuseum. Am Samstag, den 13. September 2014 öffnet das neue Museum in Wien, das auf 5.500 Quadratmetern Busse, Straßenbahnen und sogar einen “gläsernen” U-Bahn-Zug zeigt. Wir waren vor der Eröffnung dort, hier bekommen Sie einen ersten Einblick mit vielen Fotos und einem Video.

“Verkehrsgeschichte ist Stadtgeschichte”, meint Kurator Christian Rapp bei einer Führung wenige Tage vor der Eröffnung und unterstreicht damit auch die Bedeutung, die dem neuen Museum der Wiener Linien beigemessen wird. Während das Straßenbahnmuseum sich eher an ein Fachpublikum gerichtet hat, soll die Remise, wie das neue Verkehrsmuseum genannt wird, laut Wiener Linien-Geschäftsführer Eduard Winter ein Museum “zum Angreifen” sein, in dem auch Kinder ihre Freude haben.

Mehr als nur ein Straßenbahnmuseum

Aus dem Straßenbahnmuseum ist ein Verkehrsmuseum geworden. VIENNA.at ©

Die Halle, in der das Museum untergebracht ist, wurde 1901 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Seit 1986 ist dort das Museum zu finden, das nun aber eine komplett neue Ausrichtung bekommen hat. 14 thematische “Module” gibt es, die weitgehend chronologisch geordnet sind: Gezeigt wird unter anderem ein Pferdetramwaywagen aus den 1980er-Jahren, aber auch ein U-Bahn-Zug, der noch bis 2013 regulär auf der Linie U1 unterwegs war. Dieser wurde “gläsern” gemacht: Durch Plexiglasscheiben bekommt man einen Einblick in die Technik. 3,5 Millionen Euro hat die Umgestaltung des Museums gekostet.

Nicht nur Straßenbahnen werden im Verkehrsmuseum ausgestellt. VIENNA.at ©

Einige der Exponate haben offene Türen, das Einsteigen ist erwünscht. Das Museum setzt auf solche “Mitmachelemente”. Besonderes Highlight ist der U-Bahn-Simulator, in dem man wahlweise auf der Linie U1 oder U2 unterwegs sein kann – man fährt also entweder unterirdisch oder oberirdisch in der 3D-Videoprojektion, während man auf einem Fahrersessel Platz nimmt und Gas gibt.

Auch eine "gläserne U-Bahn" wird gezeigt. VIENNA.at ©

Zu Besuch im neuen Museum

Besondere Ausstellungsstücke

Diese Remise beherbergt das Verkehrsmuseum. VIENNA.at ©

Ein paar besondere Ausstellungsstücke sind im Verkehrsmuseum zu finden: Eine der New Yorker Tramways, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Wien eingesetzt worden sind, oder jener Bus, der 1976 beim Einsturz der Reichsbrücke in die Donau kippte. Auch ein Doppeldeckerbus – der Grund, warum die Linie 13A auch als Hochschaubahn bezeichnet wurde – ist ausgestellt. Das Verkehrsmuseum in Wien beherbergt eine der größten Sammlungen historischer Fahrzeuge in ganz Europa.

Im kommenden Jahr soll das Museum noch erweitert werden, auch internationale Verkehrskonzepte und die Zukunft des öffentlichen Verkehrs sollen beleuchtet werden.

Im Shop werden Modelle der Fahrzeuge angeboten. VIENNA.at ©

Eröffnung am 13.September 2014

Der Shop des Verkehrsmuseums ist liebevoll gestaltet. VIENNA.at ©

Oldtimer-Straßenbahnen (vom Schwarzenbergplatz) und -Busse (vom Schwedenplatz) bringen die Besucher am Eröffnungstag zwischen 9 und 17.30 Uhr bis zur U3-Station Schlachthausgasse, bzw. direkt zum Museum.

Am Nachmittag gibt es in der nahegelegenen Marx Halle ein Konzert mit Rainhard Fendrich, 5/8erl in Ehr’n und der Wiener Linien Blues Band. Kostenlose Konzerttickets sind im Museum erhältlich. Zur Eröffnungsfeier erwarten die Verkehrsbetriebe 10.000 Besucher. Besonderes Zuckerl: Zwischen 9 und 22 Uhr hat man mit einem Sonderfahrschein, der hier zum Download bereit steht, freie Fahrt in ganz Wien.

Öffnungszeiten im Überblick

Zwischen den Straßenbahnen im Verkehrsmuseum kann man sich frei bewegen. VIENNA.at ©

Das Verkehrsmuseum nimmt nach der Eröffnungsfeier am 17. September 2014 den regulären Betrieb auf.

Öffnungszeiten:

Mittwoch 9.00 bis 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr (SVA)

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