Vater, Sohn und Enkelkind starben bei Brand in Korneuburg

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Nach dem Brand in Korneuburg gibt es einen Toten und zwei Vermisste.
Nach dem Brand in Korneuburg gibt es einen Toten und zwei Vermisste. - © APA
Ein Brand in Obergänserndorf in der Marktgemeinde Harmannsdorf im niederösterreichischen Bezirk Korneuburg hat am Dienstagnachmittag drei Todesopfer gefordert. Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich handelt es sich dabei um Vater, Sohn und Enkelkind.

Dem Feuer war laut Polizeisprecher Johann Baumschlager eine Explosion vorangegangen. Löscharbeiten dauerten am Abend noch immer an.

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Die Feuerwehren waren gegen 14.45 Uhr alarmiert worden. Nachbarn hatten nach der Explosion die Einsatzkräfte verständigt. Beim Eintreffen der Helfer stand ein Hallenkomplex – eine Maschinenhalle mit landwirtschaftlichen Geräten und eine Scheune, in der Stroh gelagert war – auf dem Bauernhof in Vollbrand.

Vater, Sohn und ein Enkelkind galten als vermisst, sagte Baumschlager. Eines der Opfer wurde noch in den Nachmittagsstunden tot aufgefunden. Die beiden anderen wurden am Abend geborgen. Unbestätigt blieb zunächst, dass in der Maschinenhalle vor der Explosion Arbeiten durchgeführt worden sein sollen.

140 Feuerwehrmänner bekämpften Flammen

Zehn Feuerwehren rückten mit 140 Mann aus, teilte Franz Resperger vom Landeskommando mit. Zur Bekämpfung des Brandes wurden mehrere Großtanklöschfahrzeuge angefordert. Drehleitern kamen ebenfalls zum Einsatz.

Seitens der Polizei trafen noch am Dienstagabend die Tatort- und die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich in Obergänserndorf ein. Erhebungen zur Ursachenermittlung und zur zweifelsfreien Klärung der Identität der Opfer wurden aufgenommen.

Auf dem Weg zum Einsatz ist am Nachmittag nach Angaben der Bezirksalarmzentrale ein Feuerwehrmann in Hetzmannsdorf, ebenfalls in der Marktgemeinde Harmannsdorf, mit dem Auto verunglückt. Er musste ins Krankenhaus transportiert werden. Weil in der Alarmierung von einer eingeklemmten Person die Rede war, rückten fünf Feuerwehren an die Unfallstelle aus.

(APA/Red)

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