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Umfrage zu umstrittenen Deutschklassen zeigt: Mehrheit der Österreicher für Einführung

Die geplanten Deutschklassen werden von einer großen Mehrheit der Bevölkerung begrüßt.
Die geplanten Deutschklassen werden von einer großen Mehrheit der Bevölkerung begrüßt. ©APA (Sujet)
Das Bildungsministerium hat in einer Umfrage die Stimmung in der Bevölkerung zu den geplanten Deutschklassen erhoben. Das Ergebnis zeigt: Eine große Mehrheit der Österreicher begrüßt die Maßnahme.
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Die Einführung von Deutschförderklassen für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, wird von einer großen Mehrheit der Bevölkerung begrüßt. 83 Prozent hielten die Maßnahme bei einer vom Bildungsministerium in Auftrag gegebenen Umfrage für “sehr sinnvoll”(62 Prozent) bzw. “eher sinnvoll” (21 Prozent).

Deutschklassen in Österreich: Große Mehrheit der Bevölkerung dafür

Für die Umfrage wurden von Peter Hajek Public Opinion Strategies im April 2018 1.000 Personen ab 16 Jahren telefonisch und online befragt. Die Stichprobengröße der Eltern mit Kindern von Geburt bis Ausbildungsende umfasste 579 Personen.

Eine ähnliche hohe Zustimmung gab es für die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahrs für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können. Dafür sprachen sich sogar 85 Prozent aus (62 Prozent “sehr sinnvoll”, 23 Prozent “sinnvoll”). Einem Kopftuchverbot für Mädchen in Kindergärten und Volksschulen standen 69 Prozent positiv gegenüber (54 “Prozent “sehr sinnvoll”, 15 Prozent “sinnvoll”). Bei Deutschförderklassen und Kindergartenpflicht lag die Zustimmung der Eltern ähnlich hoch wie in der Gesamtbevölkerung, etwas niedriger fiel sie beim Kopftuchverbot aus (65 Prozent).

Zweites Kindergartenjahr bei Wienern umstritten

Ebenfalls keine nennenswerten Unterschiede gab es in der Einschätzung durch die Bevölkerung in der Bundeshauptstadt: Etwas kritischer sehen die Wiener aber die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahrs für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) möchte nun “von der Ideologie zurück zur Realität”. “Die Menschen haben scheinbar ein gutes Gespür, wo es in dieser Frage Handlungsbedarf gibt und sehen die Deutschförderklassen weniger ideologisch, sondern als notwendige Maßnahme”, so Faßmann zur APA.

(APA/Red)

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