Umfrage: 40 Prozent der Österreicher haben Angst vor Altersarmut

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Das Thema Altersarmut beschäftig viele Menschen in Österreich.
Das Thema Altersarmut beschäftig viele Menschen in Österreich. - © APA/Georg Hochmuth
Demnach ist die Furcht vor Altersarmut in Städten ist größer als auf dem Land, bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Wovor die Österreicher sonst noch Angst haben und was das mit der Demografieentwicklung zu tun hat.

Armut im Alter und der Verlust des derzeitigen Lebensstandards werden von den Österreicherinnen und Österreichern als mit Abstand größte Risiken der heutigen Zeit eingestuft. 46 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer fühlen sich laut einer Umfrage des Instituts Market im Auftrag der Allianzversicherung davon bedroht. Von den jüngeren Menschen unter 35 sieht nahezu jeder Zweite diese Gefahr.

Insgesamt wurden 1.000 Personen von 18 bis 65 online befragt. Demnach ist die Furcht vor Altersarmut in den größeren Städten deutlich stärker ausgeprägt als auf dem Land, bei Frauen stärker als bei Männern, und bei Singles wesentlich mehr als bei verheirateten Paaren. Ob Kinder im Haushalt leben, macht hingegen keinen Unterschied. Nach Bundesländern gereiht, zeigt sich ein interessantes Bild: Am größten ist die Angst vor Armut im Alter in Tirol, wo 48 Prozent der Befragten eine erhebliche und bedrohliche Pensionslücke befürchten. Es folgen die östlichen Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Angst vor Altersarmut: “Gefahr der Pensionslücke ist in den Köpfen”

Erst nach der Furcht vor der zu geringen Pension kommen Ängste vor Umweltkatastrophen und Klimawandel. Etwa ein Drittel der Befragten fühlte sich davon bedroht. Angst vor schädlichen Nahrungsmitteln haben 29 Prozent der Befragten, vor Datenmissbrauch etwa bei Kreditkarten fürchten sich 28 Prozent. Jeder vierte sieht sich im Straßenverkehr gefährdet. Drei Prozent gaben an, dass Gewalt in der Familie für sie eine Bedrohung darstellt.

“Die Gefahr der Pensionslücke ist in den Köpfen von Herrn und Frau Österreicher angekommen, das Bewusstsein für diese ernste Bedrohung ist da”, sagte Andreas Csurda, Verantwortlicher für die kapitalgedeckte Altersvorsorge in der Allianz Gruppe Österreich, in einer Aussendung. Er plädierte dafür, dass “private finanzielle Vorsorge ein Gebot der Stunde” sei und wies auf die demografische Entwicklung in Österreich hin. Schon 2024 werde Österreich zu den “superalten” Ländern der Welt gezählt werden. Das bedeutet, dass die Zahl der über 65-Jährigen zumindest 21 Prozent Bevölkerungsanteil ausmacht.

(APA, Red.)

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