Tomi schießt Rapid zum Derbysieg

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Rapid freut sich über den Derbysieg.
Rapid freut sich über den Derbysieg. - © APA/Hans Punz
Rapid gewinnt das 317. Wiener Derby mit 1:0 und distanziert Erzrivale Austria in der Bundesliga-Tabelle auf acht Punkte.

Ausgerechnet im Derby hat Rapid Wien die fünf Spiele lang andauernde, sieglose Serie beendet. Die Grün-Weißen feierten vor 26.200 Zuschauern im Happel-Stadion einen verdienten 1:0-Erfolg über die Austria und dürften damit Tabellenplatz zwei abgesichert haben. Das Goldtor erzielte der Spanier Tomi Correa in Minute 58.

Fünf Spieltage vor Schluss liegt Rapid sechs Zähler hinter Tabellenführer Red Bull Salzburg, die Austria muss als Dritter mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Sturm Graz weiter um die Europacupteilnahme in der nächsten Saison zittern.

Rapid erzielte Goldtor durch Tomi

Rapid-Trainer Zoran Barisic bewies mit Tomi ein gutes Händchen. Der 31-Jährige, der als Solospitze erneut den Vorzug gegenüber Matej Jelic erhalten hatte, traf auch in seinem vierten Pflichtspieleinsatz für Rapid von Beginn an, seinem dritten in der Liga. Tomi war glücklich an den Ball gekommen, nachdem Louis Schaub einen missglückten Abschlag von Alexander Grünwald geblockt hatte, und behielt vor ÖFB-Teamgoalie Robert Almer die Nerven.

Die Grün-Weißen waren aber auch die engagiertere Mannschaft. Austria-Coach Thorsten Fink ließ den zuletzt von leichten Knieproblemen geplagten Stürmer Lary Kayode vorerst auf der Bank – möglicherweise auch im Hinblick auf das Cup-Halbfinale am Mittwoch in Salzburg. Sein Vertreter Kevin Friesenbichler, der im Oktober das bisher letzte Derby im Happel-Stadion entschieden hatte (2:1), machte aber keinen Stich.

Austria im Tief: Keinerlei Gefahr

Bei Rapid bildeten Christopher Dibon und der wiedergenesene Maximilian Hofmann die Innenverteidigung. Routinier Mario Sonnleitner saß nur auf der Bank. Die Außenbahnen besetzten nach der Verletzung von Stefan Stangl, der bis Saisonende ausfällt, Mario Pavelic und Stephan Auer.

Die Austria stand vor der Pause enorm tief, strahlte überhaupt keine Gefahr aus. Rapid diktierte das Geschehen und kam vor allem mit Florian Kainz über die linke Seite immer wieder zu Szenen. Ein erster Schuss von Stefan Schwab bereitete Almer keine Probleme (2.). Ein Kainz-Volley nach Tomi-Zuspiel mit dem Oberkörper ging neben das Tor (16.).

Auftritt Tomás Correa alias “Tomi”

Die beste Gelegenheit vor der Pause fand Steffen Hofmann vor. Der Abschluss des Rapid-Kapitäns aus halblinker Position fiel aber schlecht aus (21.). Rapid belohnte sich für den hohen Aufwand auch in der Schlussphase der ersten Hälfte noch nicht. Ein Schuss von Schwab ging am kurzen Eck vorbei (44.), Tomi verfehlte nach einem Steffen-Hofmann-Eckball das lange (45.+2).

Nach Seitenwechsel schlenzte erst Auer den Ball vom Strafraumeck an die Querlatte (50.), ehe Tomi zuschlug. Kurz davor hätte Roi Kehat auf der Gegenseite nach einem leicht abgefälschten Schuss von Marco Meilinger, den Rapid-Torhüter Richard Strebinger nach vorne abprallen ließ, beinahe völlig entgegen dem Spielverlauf zur Führung abgestaubt – die einzige Austria-Chance des Spiels (53.).

Kayode drehte Spieß nicht mehr um

Selbst Kayode konnte nach seiner Einwechslung (57.) nichts Entscheidendes mehr bewirken. Die Austria ist mittlerweile bereits vier Spiele ohne Torerfolg. Der bisher letzte Treffer gelang am 13. März gegen Sturm Graz (1:1) – vor 386 Bundesliga-Minuten. Rapid dagegen erzielte im elften Derby in Folge einen Treffer – die längste diesbezügliche Serie seit 1985-1988.

Obwohl der eingewechselte Jelic (76.) und Kainz im Konter (85.) noch Torchancen liegen ließen, gelang den Hütteldorfern der erste Ligasieg seit Anfang März (3:0 gegen Mattersburg). Zudem entschied Rapid drei von vier Duellen mit der Austria für sich.

Interessantes Detail am Rande: Im 317. Stadtduell gab es bemerkenswerterweise nicht einmal eine Gelbe Karte.

>> Rückblick: Das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

(Red./APA)

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