Titelverteidigerin Anna Hahner führt Elitefeld des Marathons an

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Das sind die Favoritinnen beim Wien-Marathon 2015.
Das sind die Favoritinnen beim Wien-Marathon 2015. - © APA
Die Siegerin des Vorjahres, Anna Hahner, wird am Sonntag das Elitefeld der Damen beim Vienna City Marathon anführen. Bei der PRessekonferenz am Donnerstag sprachen die Damen-Profis ihre Vorbereitung und ihre Ziele beim Wien-Marathon 2015.

Das Potenzial für internationalen Spitzenzeiten um 2:20 Stunden ist im Frauenfeld nicht vorhanden, darauf lag dieses Mal aber nicht der Fokus. “Wir wollten ein Rennen, dem auch die europäischen Läuferinnen ihren Stempel aufdrücken können”, sagte Athleten-Koordinator Mark Milde am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit den Topläuferinnen des 32. Vienna City Marathons.

Die Elite bei den Damen des Wien-Marathons

Sensationssiegerin Hahner, die 2014 im Finish des Marathons vom Einbruch der bauchkrampfgeplagten und heuer auf Revanche hoffenden Chepkwony profitierte, freut sich auf ihr Antreten mit der Startnummer F1. “Das hört sich so cool an und motiviert mich noch mehr, Gas zu geben und Spaß zu haben. So oft bekommt man nicht die Chance, mit F1 in einen Marathon zu geben”, sagte die 25-jährige, die als Siebente im Herbst 2014 in Berlin in 2:26:44 Stunden persönliche Bestzeit erreichte.

Gleich nach ihrer Ankunft in Wien hat sie einen 10-Kilometerlauf durch den Schönbrunner Schlosspark gemacht, vergangene Woche hat sie sich noch einmal eine Aufzeichnung des ganzen Marathons angesehen. “An den letzten Kilometer habe ich sehr oft gedacht, es ist ein komisches Gefühl, mich so zu sehen. Ich liebe Filme mit Happy End”, sagte Anna, die mit ihrer Zwillingsschwester Lisa den Verein “Hahnertwins Club” gegründet hat.

Anna Hahner sieht sich als Mitfavoritin

Für Sonntag sieht sie sich als “Titelverteidigerin und Mitfavoritin”, es sei ein ausgeglichenes Feld. “Ich freue mich aufs Rennen und bin sehr gespannt, wie es ausgehen wird.” Mit Schwester und Coach Renato Canova hat sie sich im Camp von Kenenisa Bekele in Sululta bei Addis Abeba vorbereitet. Nicht nur, weil es ständig Spinat gab, blieb ihr dies eindrücklich in Erinnerung, sondern auch wegen der Bedingungen und der Trainingsgemeinschaft mit den Äthiopiern und Chinesen. Sie fühlt sich “richtig gut in Form”, allerdings habe ihr Coach wieder eine andere Vorbereitung als 2014 vor Wien und Berlin für sie zusammengestellt. “Es ist deshalb sehr spannend, weil ich es nicht vergleichen kann.”

Tola kommt motiviert nach Wien

Läuferin mit der besten persönlichen Zeit im Feld ist Tola (2:25:14), die 2011 und 2012 in Wien gewonnen hat und 14 Monate nach der Geburt ihrer Tochter erstmals wieder einen Marathon bestreitet. “Die Top Fünf traue ich ihr zu”, meinte Milde. Die 30-jährige Chepkwony gilt als Sieganwärterin Nummer eins. “Das Rennen wird eine Herausforderung. Ich gebe keine Zeit als Ziel an, aber ich werde es etwas zurückhaltender als vergangenes Jahr angehen.” Ihre Bestzeit steht bei 2:27:27.

Die Japanerin Higuchi hat 2011 – nachdem die Russin Tatjana Arjassowa nachträglich wegen Dopings disqualifiziert worden war – den prestigeträchtigen Tokio-Marathon in 2:28:49 gewonnen, sie läuft nicht das erste Mal außerhalb der Heimat, wie es aber viele Landsleute tun. Neugier, der Wunsch andere Athletinnen kennenzulernen und der Spaß an der Sache trieben sie nach Wien. “Ich bin sehr gut vorbereitet.”

Das ist auch die Schweizerin Neuenschwander, die ihre persönliche Bestzeit von 2:29:42 deutlich verbessern und in die Nähe des zwei Minuten darunter liegenden nationalen Rekordes kommen will. “Ich versuche, den Rekord nicht im Kopf zu haben, das würde mich blockieren, aber es wäre super, wenn es gelingt.” Im 14-köpfigen Elitefeld der Frauen scheint keine Österreicherin auf.

(APA/Red)

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