“Titanfall 2” im Test: Rasante Sci-Fi-Schlachten mit Mechs und Parkour-Einlagen

Von Christoph Stachowetz
"Titanfall 2" im Test
"Titanfall 2" im Test - © Respawn Entertainment / EA
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Entwickler von Respawn Entertainment haben die Wünsche und Klagen der Spieler erhört und nun bei der Fortsetzung “Titanfall 2”  dem Sci-Fi-Shooter eine ordentliche Einzelspieler-Kampagne spendiert.

Die erzürnten Zurufe der Spieler rund um den Globus waren laut, als nach dem Release des ersehnten “Titanfall” im Frühjahr 2014 bekannt wurde, dass es sich bei dem Shooter hinsichtlich des Single-Player-Content um eine kleine Mogelpackung handelte.

Kritik zu “Titanfall 2”: Exzellenter Shooter, endlich komplett

Zwar konnte sowohl das rasante und abwechslungsreiche Gameplay bei den Multiplayer-Schlachten überzeugen und neben zahlreichen Game-Awards auch Höchstwertungen bei diversen Tests einfahren; die Klischee-beladene, kaum mehr als Hintergrundrauschen inmitten chaotischer Scharmützel wahrnehmbare Handlung verlieh dem Titel aber einen überaus negativen Beigeschmack – vor allem im Angesicht der stolzen Preisgestaltung.

“Vergeben und Vergessen” möchte man “Titanfall 2” da nun im Vorfeld zurufen, war doch der Verweis auf eben jene Integration ein wesentlicher Bestandteil des Marketings im Vorfeld. Nun ist die Fortsetzung also da und setzt dabei auf alte Stärken: Noch immer ist das Wechselspiel zwischen ungemein agiler Parkour-Action als Pilot und vergleichsweise behäbiger, aber wortwörtlich durchschlagender Titanen-Einsätzen das zentrale Element, welches den Titel von Rest des Genres abheben lässt.

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Vielfältige Möglichkeiten in der überraschenden Einzelspielerkampagne

Zwar ist die Kampagne mit ihrer doch recht einfachen Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse nicht unbedingt weltbewegend kreativ, die neun Missionen überzeugen dennoch mit Abwechslung und kreativer Implementation von spielerischer Freiheit und Abwechslung beim Gameplay. So muss nicht (fast) jeder Einsatz nach Schema-F, also alles in Schutt und Asche legen, ablaufen, sondern kann auch mit anderen Strategien bewältigt werden, Stichwort: Stealth. Darüber hinaus wird der Spieler bei der Kampagne mit tollem Level-Design, welches auch vor Jump’n’Run-Puzzle-Elementen nicht halt macht, sowie ständig aufkommenden neuen Ideen geradezu überwältigt. Dies ist angesichts der Tatsache, dass hier von einem Ego-Shooter die Rede ist, doch überraschend und begeistern natürlich.

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Das Fazit: “Titanfall 2” macht alles richtig

Das clevere Design zeigt sich auch bei den Multiplayer-Gefechten, die nochmal optimiert wurden und abermals in Sachen Gameplay und vor allem bei der Gestaltung der Karten überzeugen können. So macht “Titanfall 2” alles richtig: Ob alleine oder bei schweißtreibenden Partien online, eintönig wird der Titel auch nach unzähligen investierten Stunden nicht. Das Sahnehäubchen noch zuletzt oben drauf: Das Spiel verzichtet komplett auf Mikrotransaktionen oder einem schon bald obligaten Season-Pass, auch nachfolgende Updates bzw. neue Karten und Spielmodi werden gratis sein. Glücklicher kann man Shooter-Fans (nun auch jene auf der PS4, weil der Titel nicht mehr Microsoft-exklusiv ist) so kurz vor Weihnachten wohl kaum noch machen.

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(Red.)

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