Teddy Ehrenreich und Franz Horacek erhalten Ehrenzeichen

Wiener Auszeichnung für Teddy Ehrenreich und Franz Horacek
Wiener Auszeichnung für Teddy Ehrenreich und Franz Horacek - © W. Schaub-Walzer/PID
Zwei hochverdiente Musiker wurden heute, Mittwoch, im Wiener Rathaus mit dem “Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien” geehrt.

“Teddy Ehrenreich und Franz Horacek sind Repräsentanten des vielfältigen Musiklebens unserer Stadt, die mit ihrem langjährigen Wirken vielen Menschen Freude bereitet, Vermittlungsarbeit geleistet und musikalische Grenzen durchbrochen haben”, betonte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Verleihung.

Biographie Rudolf “Teddy” Ehrenreich

Teddy Ehrenreich wurde 1936 als Rudolf Ehrenreich in Wien geboren. Ab dem Jahr 1950 erhielt er Klavierunterricht am Wiener Institut für Jazzmusik. Zwei Jahre später kam die Klarinette dazu und Teddy Ehrenreich gründete bereits seine erste Jazzband, mit der er 1956 fix an die Wiener “Ade-Bar” engagiert wurde. Zu seinem großen Förderer wurde Fatty George, der unter anderem für das Ensemble 1957 eine Dixieland-Tournee durch Deutschland organisierte.

1962 beschloss Ehrenreich, an der Wiener Musikakademie zu inskribieren, wo er bei dem Philharmoniker Rudolf Jettel eine Klarinetten- und Saxophonausbildung absolvierte. Von 1968 bis 1972 spielte er im Orchester Karel Krautgartner, aus dem 1970 die ORF-Big-Band wurde. Danach wurde er Programmgestalter von Jazz-Sendungen im Rundfunksender Ö3 und arbeitete im ORF-Notenarchiv mit. 1975 gründete er die “Teddy Ehrenreich Big Band”, die auch internationale Jazzgrößen begleitete und die bis zum heutigen Tag existiert. Auch gilt sie als Kaderschmiede junger Jazztalente.

Ehrenreich komponiert auch selbst Jazznummern, die bekanntesten darunter sind “Blues for Tina”, “Dixielips” oder “Alexander’s Playmobil”.

Biographie Franz Horacek

Franz Horacek wurde 1947 in Wien geboren. Er erhielt an den Musikschulen Brigittenau und Alsergrund Gitarre- und Kontrabassunterricht. Schon damals musizierte er in diversen Tanzkapellen, wobei er von der Wiener Musik besonders begeistert war. So beschloss er 1975, Berufsmusiker zu werden, und trat zunächst als Musikant in verschiedenen Heurigenlokalen auf. 1983 erhielt er gemeinsam mit Walter Maier ein fixes Engagement beim Heurigen Mayer am Pfarrplatz in Wien-Heiligenstadt.

1986 begann Horacek auch damit, Wienerlieder selbst zu texten und zu komponieren. Seit 1994 geht er mit seinen Programmen auch auf Tourneen, die ihn ins In- und Ausland bereits bis nach Ostasien führten. 2001 gründete er gemeinsam mit Alfred Gradinger (Akkordeon) und Hans Radon (Gitarre) das “Trio Wien”, in dem er den Kontrabasspart übernahm. Dieses Ensemble widmet sich unter Franz Horacek in erster Linie dem Wienerlied, das es mit Elementen von Swing und Evergreens verbindet.

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