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Startschuss für U1-Verlängerung- Endstelle Oberlaa ist fix

So soll die neue U1-Station Troststraße aussehen So soll die neue U1-Station Troststraße aussehen - © Wiener Linien
Am Dienstag fiel am Verteilerkreis den Startschuss für die U1-Verlängerung nach Oberlaa. Die Abzweigung Rothneusiedl wird als künftige Option zwar technisch mitgeplant, aber nicht vordergründig umgesetzt. Erst 2017 soll die Streckenführung der Linie bis nach Oberlaa realisiert sein.

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Zahlreiche Ehrengäste wohnten am Dienstag dem offiziellen Spatenstich für die U1-Verlängerung bei: Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und die Favoritner Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner gaben am Verteilerkreis den Startschuss für die U1-Verlängerung nach Oberlaa. Die in der 4. Ausbaustufe geplante Endstelle Rothneusiedl bleibt als künftige Option für einen weiteren Ausbau aufrecht, ist aber derzeit aus Sicht der Stadtentwicklung nicht zielführend. 2017 wird die U1 dann von Leopoldau bis nach Oberlaa fahren und damit vor allem die BewohnerInnen von Favoriten und die Therme Wien ein Stück näher an die City rücken.

Fünf neue Stationen für die U1

Insgesamt kommen fünf Stationen dazu. So wird die Linie künftig vom Reumannplatz die Stationen Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und die künftige Endstelle Oberlaa anfahren. Die Eröffnung der 4,6 Kilometer langen Strecke ist für das Jahr 2017 geplant. Die Kosten für dieses Großprojekt werden übrigens rund 600 Millionen Euro verschlingen. Vorarbeiten gab es ja schon beim Baubeginn Ende 2010, mit dem jetzt startenden Ausbau soll der geplanten Eröffnung 2017 nichts im Wege stehen.

“Mit der Entscheidung für die Endstelle Oberlaa binden wir nicht nur die Therme Wien, sondern auch die BewohnerInnen des südöstlichen Teils der Hanssonsiedlung und viele tausend Menschen an Wiens beliebtes und schnellstes Öffentliches Verkehrsmittel – die U-Bahn – an. Allein 21.000 Menschen profitieren zusätzlich von der Führung nach Oberlaa”, so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

Endstelle Oberlaa als Reaktion auf Stadt-Entwicklung

“Die Öffis sind in Wien bereits heute die erste Wahl, um unterwegs zu sein. Mit dem Ausbau der Infrastruktur und der günstigen Jahreskarte werden wir den Vorsprung weiter ausbauen. Die Entscheidung für die Endstelle Oberlaa ist im Hinblick auf Stadt- und Verkehrsentwicklung richtig. Mit der technischen Option auf einen Ast nach Rothneusiedl können wir aber jederzeit flexibel auf das Wachstum der Stadt reagieren”, erklärt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer: “Mit der Verlängerung der U1 nach Oberlaa und der Option auch künftig nach Rothneusiedl zu fahren, haben wir die beste Lösung für unsere Fahrgäste getroffen. Insgesamt wächst die U1 in den nächsten Jahren vom Reumannplatz um 4,6 km und fünf Stationen. 2017 ist sie mit 19,2 km dann die längste U-Bahnlinie Wiens.”

Bauarbeiten für unterirdische Stationen in Bälde

Bereits seit Herbst 2010 laufen in Favoriten die Vorarbeiten für die Verlängerung der U1. Diese sind jetzt abgeschlossen und der Start für den unterirdischen U-Bahnbau steht unmittelbar bevor. Die Arbeiten für die ersten drei Stationen nach dem Reumannplatz – Troststraße, Altes Landgut und Alaudagasse, die unterirdisch gebaut werden – starten in Kürze.

Nach eingehender Analyse wurde beschlossen, die U1 vorerst nicht nach Rothneusiedl, sondern ebenerdig über Neulaa nach Oberlaa zu führen. 2017 wird damit nicht nur die Therme Wien, sondern auch tausende BewohnerInnen des südöstlichen Teils der Hansson-Siedlung und der Stadtentwicklungsgebiete südlicher der Donauländebahn besser an den öffentlichen Verkehr angebunden – rund 21.000 Menschen werden zwischen Alaudagasse und Oberlaa von diesem Angebot profitieren. Gleichzeitig werden im Bereich der Station Alaudagasse Vorbereitungsarbeiten für eine mögliche Liniengabelung nach Rothneusiedl vorgenommen. So könnte in einigen Jahren, einhergehend mit der Stadtentwicklung in diesem Gebiet, die U1 auch nach Rothneusiedl fahren.

Die 19 Stationen der U1

Die Wiener U-Bahn-Linie U1 erstreckt sich mittlerweile über 14,7 Kilometer und fährt dabei zwischen Reumannplatz und Leopoldau 19 Stationen an. Das erste Teilstück der Strecke wurde am 25. Februar 1978 in Betrieb genommen und verband den Reumann- mit dem Karlsplatz. Im November des gleichen Jahres folgte die Freigabe bis zum Stephansplatz, im November 1979 bis zum Nestroyplatz. Am 28. Februar 1981 kam die Station Praterstern hinzu, im September 1982 schließlich die Verlängerung bis nach Kagran.

Dann stand für viele Jahre keine Erweiterung an, bis beinahe auf den Tag genau 24 Jahre später, am 2. September 2006 das Teilstück Kagran-Leopoldau für den Verkehr freigegeben wurde. Nach der Verlängerung  in den Süden bis nach Oberlaa wird die U1 mit mehr als 19 Kilometern dann die längste U-Bahn-Linie Wiens sein.

(apa/red)



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