Spannung um türkische Liste

Die türkische Liste sorgt für Spannung vor der Wahl.
Die türkische Liste sorgt für Spannung vor der Wahl. - © APA
Von Johannes Huber: Experten und Mitbewerber wussten Mitte Juli nicht so recht, was sie mit der Ankündigung des türkischstämmigen Arztes Turgay Taskiran anfangen sollten, bei der Gemeinderatswahl anzutreten. Ernst nehmen? Belächeln? Politologen sprachen bereits davon, dass vor allem die SPÖ darunter leiden würde.

Andere meinten, die Liste, die unter dem Namen „Gemeinsam für Wien“ auftritt, könne ja nicht einmal erklären, was sie will: Wer solle sie unter diesen Umständen wählen? Also: Was ist?Sehr professionell sind Taskiran und seine Mitstreiter seit Tagen unterwegs, Unterstützungserklärungen zu sammeln – und bieten etwa an, sie auch abzuholen. Auf Facebook berichten sie in einer geschlossenen Gruppe mit über 6000 Mitgliedern meist auf Türkisch darüber, auf Twitter auf Deutsch.

Wie auch immer: Bis Freitag dieser Woche müssen mindestens 3000 Unterstützungserklärungen zusammenkommen. Das wäre eine Leistung. Doch vom Ziel, in den Gemeinderat einzuziehen, wären sie dann noch immer weit entfernt: Zeit, sich öffentlich zu präsentieren und ein Programm vorzustellen, hatte „Gemeinsam für Wien“ nämlich noch nicht.

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