Soriano schießt Red Bull Salzburg zum Sieg über Austria Wien

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Jonatan Soriano freut sich über seinen Triplepack.
Jonatan Soriano freut sich über seinen Triplepack. - © APA/Krugfoto
Jonatan Soriano trifft bei Red Bull Salzburgs 4:1-Sieg im Bundesliga-Schlager gegen die Wiener Austria dreimal.

Mit einem souveränen 4:1 (1:0)-Heimerfolg gegen die Wiener Austria hat Meister Salzburg am Sonntag in der achten Bundesligarunde Wiedergutmachung für den enttäuschenden Start in die Europa League geübt und sich mit zwei Punkten Rückstand als erster Verfolger von Tabellenführer Sturm Graz positioniert. Mann des Tages war Goalgetter Jonatan Soriano mit einem Triplepack (16., 49., 60.).

Soriano legte vor 7.842 Zuschauern seinen “Austria-Fluch” ab. Der 30-Jährige traf am Sonntag gegen die Wiener öfter als in 15 Partien zuvor, in denen er nur zwei Tore erzielt hatte. Zudem erhöhte er sein Saisonkonto auf fünf Tore. Den Schlusspunkt setzte Wanderson mit seinem ersten Ligatreffer (86.). Salzburg ist in der Meisterschaft seit sieben Spielen ungeschlagen, holte in dieser Phase fünf Dreipunkter.

Die Austria, die nach fünf Siegen in sechs Pflichtspielen en suite die erste Niederlage seit 14. August kassierte, enttäuschte hingegen auf ganzer Linie und liegt bereits sechs Zähler hinter der Spitze.

Salzburg vs. Austria: Änderungen bei beiden Mannschaften

Gemäß seiner Aussage vom Freitag, man habe in der heimischen Liga mehr Siegchancen als auf europäischer Bühne, bot Salzburg-Trainer Óscar García am Sonntag die vermeintlich beste Startformation auf: Der defensive Mittelfeldmann Konrad Laimer kehrte ebenso zurück wie Flügelstürmer Wanderson. Beide waren zentrale Figuren einer engagierten Salzburger Vorstellung, die von vielen schnellen Offensivaktionen ebenso geprägt war wie von Ineffizienz.

Die Austria wiederum musste im Vergleich zum Sieg über Astra Giurgiu den angeschlagenen Torschützen Kevin Friesenbichler (Knie) vorgeben, er wurde von Larry Kayode ersetzt. Fink nahm drei weitere Umstellungen vor: Jens Stryger Larsen und Christoph Martschinko (anstelle von De Paula und Salamon) bildeten das defensive Flügelduo, in der rechten Offensive bekam Lucas Venuto den Vorzug vor Ismael Tajouri.

Austria mit ganz schwacher erster Hälfte

Die Hausherren hätten nach 45 Minuten jedenfalls schon höher führen müssen. Berisha aus 14 Metern (14.), Lazaro mit einer “Hundertprozentigen” am Rande des Fünfers (15.) und einem gefährlichen Kopfball (29.), aber auch Stefan Lainer (23.) und Laimer, der nach Solo wohl nicht zu Unrecht aber umsonst Elfmeter reklamierte (34.), hätten treffen können bzw. müssen. So aber war ein Patzer von Austria-Goalie Osman Hadžikić vonnöten: Der Ersatzmann des verletzten Robert Almer bekam einen eher harmlosen Wanderson-Weitschuss nicht unter Kontrolle, Soriano bedankte sich per Abstauber.

Eine passive Austria, die selbst durch das 0:1 nicht wach wurde, war freilich auch ein dankbarer Gegner. Der bot Salzburg viel Raum zur Entfaltung, in der Offensive konnte man kaum Nadelstiche setzen. Einmal legte sich der enteilte Kayode den Ball zu weit vor (24.), die einzige echte Torchance vor der Pause neuerlich durch Kayode machte der herauslaufende Salzburg-Goalie Alexander Walke zunichte (29.).

Alex Grünwalds Hoffnungsschimmer war vergebens

Die Austria zeigte nach dem Seitenwechsel zwar mehr Engagement, musste vorerst aber das 0:2 durch Soriano hinnehmen (49.). Diesmal war es Raphael Holzhauser, der mit einem verschenkten Ball im Mittelfeld zum “Sargnagel” wurde. Doch Venuto und Alexander Grünwald sorgten wenig später zumindest für ein bisschen Spannung. Den Schuss des Ersten konnte Walke nicht bändigen, der zweite netzte im Nachsetzen ein (56.). Zuvor hatte Walke bei einem Schuss von Tarkan Serbest eingreifen müssen (54.).

Mit einem seiner gefürchteten Freistöße machte Soriano eine halbe Stunde vor Schluss alles klar – Hadžikić gab dabei neuerlich keine gute Figur ab (60.). Im Finish musste Soriano nach einer harten und durchaus elferwürdigen Grünwald-Attacke mit angeschlagenem Knie vom Feld (80.), wenig später setzte Wanderson den Schlusspunkt. Im Finish brandete neuerlich Jubel auf, das lange verletzte Salzburger Urgestein Christoph Leitgeb kam zu seinem ersten Einsatz seit 20. August 2015.

(APA, Red.)

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