Sommer-Mythen aufgedeckt: Was ist wahr über Sonne, Hitze & Co.?

Von Verena Kaufmann
Wir haben acht Sommer-Mythen im Check: Was stimmt wirklich?
Wir haben acht Sommer-Mythen im Check: Was stimmt wirklich? - © DPA (Sujet)
Sommer, Sonne, Hitze-Mythen: Vor allem bei anhaltenden Temperaturen um die 35 Grad und Sonnenschein pur fragt man sich, ob man eigentlich auch im Schatten braun wird und wieviel man am besten trinken sollte. Wir haben die hartnäckigsten Mythen rund um den Sommer, Hitze & Co. genauer unter die Lupe genommen.

Sommerzeit ist Mythenzeit – Vor allem an heißen Tagen stellt man sich schon einmal die Frage, ob man von der Klimaanlage im Büro eigentlich krank werden kann und ob wirklich nur eisgekühlte Getränke erfrischen. Dass wir dabei vor lauter Hitze und schweißtreibenden Temperaturen die Antwort auch einmal nicht kennen können, ist in Ordnung.

Doch was stimmt denn nun wirklich und welche Irrtümer zum Thema Sonne & Co. halten sich hartnäckig? Wir haben uns gängige Sommermythen näher angesehen und herausgefunden, wie man an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf bewahren kann.

Sommer-Mythen im Check: Was stimmt wirklich?

1. Im Schatten wird man nicht braun bzw. bekommt man auch keinen Sonnenbrand

Leider ist diese Annahme ein weit verbreiteter Irrtum, denn die UV-Strahlung der Sonne wird von Wasser, Sand, Häuserwänden etc. reflektiert. Somit kann man auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen bzw. braun werden. Zweiteres ist dabei sogar gesünder und die Bräune kann auch gleichmäßiger werden, da man nicht direkt den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist – vorausgesetzt man cremt sich auch im Schatten sehr gut ein.

2. Kalte Getränke kühlen den Körper

Ein weiterer Mythos, der so nicht ganz stimmt. Zwar wirkt ein eisgekühltes Getränk im ersten Moment erfrischend, nach und nach versucht der Körper jedoch die kalte Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu bringen. Die Folge: Wärmebildung durch einen aktivierten Stoffwechsel. Die beste Lösung an heißen Tagen sind Getränke, die bereits annähernd Körpertemperatur haben.

3. An heißen Tagen sollte man sehr viel trinken

Kann man an heißen Tagen eigentlich zu viel trinken? Grundsätzlich sollte man nicht mehr als drei Liter täglich trinken. Der Grund: Der Körper kann nur eine bestimmte Menge wieder ausscheiden, was zu verdünntem Blut führen kann. Die Folgen können von Muskelschwäche bis hin zu Herzversagen reichen.

4. Klimaanlagen können krank machen

Bei schweißtreibenden Temperaturen sorgen Klimaanlagen für eine angenehme Abkühlung – und deswegen leider oft auch für eine Verkühlung. Nicht nur, dass die Mischung aus Schweiß und niedrigen Temperaturen das Immunsystem schwächen kann, auch Viren und Bakterien werden von Klimaanlagen im ganzen Raum gleichmäßig verteilt. Schnupfen, Husten und Halsweh sind meist die Folgen von einem zu langen Aufenthalt in klimatisierten Räumen.

5. Nur mit einem Sonnenbrand wird man richtig braun

Dieser Irrglaube zählt zu den gefährlichsten Sommer-Mythen, da ein Sonnenbrand keinesfalls zu einer schönen Bräune führt. Es handelt sich dabei sogar um eine Verbrennung 1. oder 2. Grades, die zu Langzeit-Hautschäden oder im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs führen kann. Deshalb sollte immer auf ausreichend Sonnenschutz geachtet werden.

6. Topfen hilft bei Sonnenbrand

Was tun, wenn einem die Sonne doch erwischt hat und die Haut nun gerötet und heiß ist? Schon Oma wusste: Leg’ dir einen Topfen auf, das hilft. Aber hatte sie auch Recht? Rein medizinisch gesehen kann das auch nicht gut ausgehen: Ein Sonnenbrand stellt eine Entzündung der Haut dar, die Schutzfunktion ist nicht hundertprozentig vorhanden. Im Topfen sind Bakterien enthalten, die so leichter in die Haut eindringen können, im schlimmsten Fall fängt man sich also eine Infektion ein. Am besten sollte man andere Tipps von Oma annehmen und bei einem Sonnenbrand zu kühlenden Gels oder Sprays aus der Apotheke greifen, die die Haut beruhigen.

7. An Sonnen-Tagen sollte man nur helle Kleidung tragen

Am wichtigsten bei der Wahl der richtigen Kleidung ist in erster Linie das Material. Luftige Baumwoll- und Leinenstoffe eignen sich perfekt für heiße Tage – je lockerer der Schnitt, desto besser. Der Mythos, im Sommer keine schwarze Kleidung anzuziehen, stimmt dagegen nicht. Der Grund: Dunkle Kleidung hat einen höheren Lichtschutzfaktor als helle Stoffe besitzen und schützt somit besser vor einem Sonnenbrand.

8. Parfums und Sonne führen zu Altersflecken

Um unschöne “Altersflecken” zu verhindern, sollte man im Sommer auf das Tragen von Parfums verzichten – richtig? Nicht ganz. Parfums mit Alkoholgehalt können in Kombination mit Sonne zwar dunkle Flecken auf der Haut verursachen, ganz darauf verzichten muss man deswegen aber nicht. Als Alternative kann man auf Parfums ohne Alkohol zurückgreifen.

(Red)

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