Silvester 2015: Kulturelles zum Jahreswechsel in Wien

So starten sich kulturell in das Jahr 2016.
So starten sich kulturell in das Jahr 2016. - © APA
Wer zu Silvester musikalisch, humorvoll oder nachdenklich ins Neue Jahr gleiten will, hat in Wien dazu mannigfaltige Möglichkeiten. Für einige hochkarätige Angebote sind noch Restkarten zu haben.

Beethovens 9. Symphonie steht zu Silvester traditionsgemäß auf dem Programm im Wiener Konzerthaus, wo die Wiener Symphoniker unter dem Dirigat von Pablo Heras-Casado ab 19 Uhr im Großen Saal aufspielen. Mit “Die Ente bleibt draußen” bieten Stermann & Grissemann parallel im Mozart-Saal eine humorvolle Alternative. Den Countdown auf Mitternacht verkürzen im Anschluss The Philharmonics, bestehend aus Mitgliedern der Berliner und Wiener Philharmoniker, gemeinsam mit der Sopranistin Valentina Nafornita im Großen Saal. Die Körpersprache der beiden Geschlechter untersucht Stefan Verra ab 22.30 Uhr im Mozart-Saal. Restkarten für alle Programmpunkte in unterschiedlichen Kategorien sind noch zu haben.

“Die Fledermaus” zu Silvester in Wien

“Die Fledermaus” im Doppelpack steht auch heuer wieder auf dem Programm von Staats- und Volksoper. Für die Otto-Schenk-Inszenierung unter der musikalischen Leitung des ungarischen Dirigenten Stefan Soltesz am Ring gibt es auch heuer keine Karten mehr, für die szenische Neueinstudierung von Heinz Zednik unter dem Dirigat von Rudolf Bibl am Gürtel sind noch Restkarten verfügbar (www.staatsoper.at und www.volksoper.at). Im Musikverein geben die Wiener Philharmoniker unter Mariss Jansons traditionell einen ebenfalls ausverkauften Ausblick auf das tags darauf folgende Neujahrskonzert, das Wiener Ring-Ensemble lässt schon ab 15 Uhr im Brahms-Saal Walzerweisen erklingen (hier sind noch Restkarten verfügbar) (www.musikverein.at).

Angelika Kirchschlager, Anne Sofie von Otter und Natalia Kawalek stehen in der Silvestergala im Theater an der Wien auf der Bühne. Unter dem Titel “Intermezzo mit 3 Mezzi” leitet Rani Calderon den Streifzug durch die Musik-Welten von Kurt Weill – als Einstimmung auf die Premiere von “Die Dreigroschenoper”, die zu den Zehn-Jahre-Jubiläumsfeiern des Theater an der Wien als Neues Opernhaus im Jänner 2016 stattfinden wird. Karten sind hier ebenso noch zu haben wie für “The flying Schnörtzenbrekkers” in der Kammeroper, in der Tommaso Huber, Sebastian Gürtler und Georg Breinschmid auch dieses Jahr wieder humorig-musikalisch abschließen (www.theater-wien.at). Musical-Fans haben die Qual der Wahl zwischen “Mozart! Das Musical” im Raimund Theater und “Mary Poppins” im Ronacher (www.musicalvienna.at).

Silvesterpremiere im Burgtheater

Im Sprechtheaterbereich verzichtet das Burgtheater auch heuer wieder auf die langjährige Tradition der Silvesterpremiere und setzt stattdessen Molières “Der eingebildete Kranke” mit Joachim Meyerhoff an der Burg und Werner Schwabs “Die Präsidentinnen” im Akademietheater an. Der Grazer Autor verstarb übrigens in der Silvesternacht 1993. Karten für beide Vorstellungen sind noch erhältlich (www.burgtheater.at). Alles andere als ein “Dinner for one” verspricht das erste Silvester-Special des neuen Direktors Tomas Schweigen im Schauspielhaus Wien zu werden: “Neben Butler James wimmelt es zum ersten Mal seit Jahren wieder von Gästen, wenn auch anderen als erwartet”, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, für die noch Plätze frei sind (www.schauspielhaus.at).

Nicht mehr Maria Bill wie in den Vorjahren, sondern Nestroys “Zu ebener Erde und erster Stock” in der radikalen, ungewöhnlichen Interpretation von Susanne Lietzow steht im Volkstheater auf dem Silvester-Programm. Wer das Jahr mit Feydeaus Seitensprung-Komödie “Der Gockel” ausklingen lassen will, hat dazu im Theater in der Josefstadt gleich doppelt die Möglichkeit (wenige Restkarten). Bereits restlos ausverkauft ist “Der nackte Wahnsinn” in den Kammerspielen. Haarig geht es in der Bar von brut Wien zu, wo es ab 23 Uhr “Hairy New Year” heißt, wenn Hotel Butterfly zum “perücktesten Abend des Jahres” lädt.

“Jahresbilanz mit Frisur”

Thematisch ähnlich – zumindest was den Titel angeht – wird im Theater Akzent ins Neue Jahre gefeiert, wenn der frischgebackene Preisträger des Österreichischen Kabarettpreises, Florian Scheuba, mit seinem Programm “Jahresbilanz mit Frisur” ab 22.45 Uhr auftritt. Quasi im Vorprogramm sorgt Adele Neuhauser (19.30 Uhr) mit einer Lesung aus dem skurril-humorvollen Reisebericht “Die Letzten ihrer Art” von Douglas Adams für aufgewärmte Lachmuskeln. Nein, man sieht nicht doppelt: Auch im Rabenhof ist Scheuba mit seinen Kumpanen der “Staatskünstler” zu Silvester zu erleben, allerdings bereits in zwei Nachmittagsvorstellungen um 15 und 18 Uhr. Den Hauptact bestreitet dann Thomas Mauer allein, und zwar mit seinem Toleranz-Programm “Der Tolerator”.

Kabarret zum Jahreswechsel in Wien

Bereits ausverkauft sind beide Auftritte des Duos Stipsits & Rubey im Stadtsaal. Das Erfolgsprogramm “Gott & Söhne” ist auch bei den Wiener Folgeauftritten im kommenden Jahr bereits voll gebucht. Wer zum Jahreswechsel dennoch nicht auf Manuel Rubey verzichten will, kann sich noch Tickets für seinen Auftritt mit der “Familie Lässig” am 1. Jänner, ebenfalls im Stadtsaal, sichern. Wer sich für 2016 größere Lebensveränderungen vorgenommen hat, ist im Kabarett Simpl richtig: “Bitte alle aussteigen!” nennt sich die Revue, die sich mit Ausstiegsszenarien aller Art auseinandersetzt. Im Vindobona geht es (ebenfalls zweimal hintereinander) kulinarisch zu: “Das goldene Wienerherz” nennt sich die “kabarettistisch-musikalische Dinnershow” mit dem Vindobona Damenorchester und Karl-Maria Kinsky.

Auch im Gloria Theater werden die Lachmuskeln herausgefordert: Während im großen Saal gleich drei Aufführungen von “Bei Tag und bei Nacht” (mit u.a. Angelika Zoidl, Mathias Kahler-Polagnoli und Gerald Pichowetz) angesetzt sind, lädt Dagmar Truxa um 17 und um 20 Uhr zu “Liebe, Sex & Sachertorte” ins Kabinett, für beide Acts gibt es noch Karten. Im ausverkauften Varieté scherzt sich Joesi Prokopetz ebenfalls zwei Mal durch sein “Silvester-Spezial”. Mit Cate Blanchett in “Carol” ins New York der 1950er Jahre eintauchen, in der Komödie “Schweizer Helden” eine seit Kurzem getrennte Hausfrau bei einem Theaterprojekt mit Asylwerbern begleiten oder mit alten Freunden auf einen Segeltörn gehen (“Unter Freunden”) – die Qual der Wahl haben Cineasten im Votiv Kino (www.votivkino.at). Einen ganz besonderen Jahresrückblick bietet man wieder im Gartenbaukino: Peter Hörmanseder und Robert Stachel alias maschek reden um 18 und um 21 Uhr über das abgelaufene Jahr: Zu sehen sind die besten Clips aus dem Jahr 2015 – überarbeitet, runderneuert, remixed oder im Original. Hier gibt es noch die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

(APA)

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