“Schwedenplatz neu”: Kritik an fehlender Offenlegung der Verkehrslösung

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Bei einer Beeinflussung des Straßenverkehrs soll laut ÖAMTC eine Volksbefragung durchgeführt werden.
Bei einer Beeinflussung des Straßenverkehrs soll laut ÖAMTC eine Volksbefragung durchgeführt werden. - © APA (Sujet)
Beim ÖAMTC zeigt man sich kritisch gegenüber der Vorgehensweise der Stadt Wien in puncto Neugestaltung des Schwedenplatzes. Konkret wird gefordert, die Pläne zur geplanten Verkehrslösung offenzulegen bzw. wenn nötig, eine wienweite Volksbefragung durchzuführen.

Am Sonntag endete das von Planungsstadträtin Maria Vassilakou betriebene Bürgerbeteiligungsverfahren zur Neugestaltung des Schwedenplatzes. Beim ÖAMTC ist man mit der Vorgehensweise der Stadt unzufrieden.

“Die Einbindung der Bürger in Projekte der Stadtgestaltung ist prinzipiell immer eine gute Idee. Im Fall des Schwedenplatzes wurden den Bürgern zwar sechs Varianten für die Platzgestaltung präsentiert – aber bei keiner einzigen davon ist ersichtlich, wie die künftige Verkehrslösung, insbesondere für den Straßenverkehr, aussehen soll. Das entwertet das Bürgerbeteiligungsverfahren”, so Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung und Kommunikation.

Verkehrsplanung für Schwedenplatz muss offengelegt werden

Der ÖAMTC fordert, dass die Stadt ihre Pläne zur geplanten Verkehrslösung offen legt. “Vage Angaben im sogenannten ‘Leitbild Schwedenplatz’ sind zu wenig”, kritisiert Wiesinger. Der Abschnitt zählt zu den wichtigsten Straßenverbindungen Wiens. Pro Tag passieren über 40.000 Fahrzeuge am Franz-Josefs-Kai den Schwedenplatz.

“Den Platz neu zu gestalten, ist der Stadt unbenommen. Der Schwedenplatz darf aber durch Spurreduktionen, Tempo 30 oder eine Begegnungszone nicht zu einem absichtlich geschaffenen Stau-Hot-Spot werden”, so Wiesinger. Das hätte laut ÖAMTC Rückkopplungs-Effekte auf die Verkehrssituation in ganz Wien.

ÖAMTC fordert Volksbefragung sollte Straßenverkehr beeinflusst werden

“Sollte die Stadtregierung planen, am Schwedenplatz Restriktionen für den Straßenverkehr einzuführen, muss es dazu eine wienweite Volksbefragung geben. Dann braucht es eine Bürgerbeteiligung im Großformat”, fordert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Der ÖAMTC stützt seine Forderung nach einer Volksbefragung auch auf eine repräsentative Online-Umfrage vom September des Vorjahres (Integral), laut der 76 Prozent der Wiener über wichtige Verkehrsthemen selbst entscheiden wollen. In derselben Umfrage bezeichnen sich 87 Prozent der Wiener von einer möglichen Spurreduktion beim Schwedenplatz betroffen.

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