Schussattentat in Wien-Brigittenau: Zweiter Schwurprozess startet

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Der 37-Jährige muss sich erneut wegen Morderversuchs vor Gericht verantworten.
Der 37-Jährige muss sich erneut wegen Morderversuchs vor Gericht verantworten. - © APA
Jener 37-jährige Serbe, der im Juli 2015 ein Schussattentat auf einen Landsmann in der Brigittenau verübt haben soll, muss sich am Donnerstag erneut wegen zweifachen Mordversuchs vor Wiener Geschworenen verantworten. Bei der Schießerei erlitt ein unbeteiligter 13-Jähriger einen Bauchschuss.

Zum zweiten Mal muss sich am 9. März 2017 ein 37-jähriger Serbe wegen zweifachen Mordversuchs vor Wiener Geschworenen verantworten. Der Angeklagte soll im Zuge einer Unterwelt-Fehde in die Bundeshauptstadt geschickt worden sein, um auf einen Landsmann zu schießen, der einem Mitglied einer von Belgrad aus operierenden kriminellen Organisation einen größeren Geldbetrag geschuldet haben soll.

Unbeteiligter Bub bei Schießerei verletzt

Der 37-Jährige legte sich laut Anklage am 5. Juli 2015 in der Pasettistraße auf die Lauer und zückte eine Pistole, als der Mann, auf den man ihn angesetzt hatte, eine Bäckerei verließ. Dieser reagierte geistesgegenwärtig und lief im Zickzack davon.

Der Bewaffnete gab mehrere Schüsse ab – ein Projektil traf einen 13-Jährigen im Bauch, der gemeinsam mit seinem Vater zum Baden auf die Donauinsel wollte. Der zufällig in die Schusslinie geratene Bub stürzte vom Fahrrad und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Urteil wegen Irrtums der Geschworenen ausgesetzt

Im ersten Rechtsgang hatte der Angeklagte die Täterschaft bestritten, was ihm die acht Laienrichter glaubten. Sie verwarfen die Anklage einstimmig, worauf die drei Berufsrichter das Urteil wegen Irrtums der Geschworenen aussetzten. Nun muss ein neu zusammengesetzter Schwurgerichtshof die Schuld- und Straffrage klären.

(APA/Red)

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