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Schauplatz Nachttaxi: Zwei Wiener Taxler über ihren Arbeitsalltag

Taxler erleben so manche Geschichten mit ihren Fahrgästen - nicht nur nachts. Taxler erleben so manche Geschichten mit ihren Fahrgästen - nicht nur nachts. - © dpa
Seit 20 Jahren arbeiten Lajos Molnár und Wolfgang May als Taxifahrer in Wien. Vom aggressiven Alkoholiker über junge Drogensüchtige bis zu liebesbedürftigen Damen haben sie schon so manchen Fahrgast durch die Nacht chauffiert. In ihrem Buch  “Schauplatz Nachttaxi – Im Rückspiegel eines Taxilenkers” berichten sie davon – ihrer Ansicht nach “humorvoll, aber auch beinhart”.

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Eine Taxifahrt kann schon einmal zu einer wahren Achterbahnfahrt durch die Höhen und Tiefen der Gesellschaft werden. Molnár und May sind beide Nachttaxilenker und haben ihre “haarsträubendsten, gefährlichsten, skurillsten und lustigsten Geschichten” schriftlich festgehalten.

Taxler in Ottakring ausgeraubt

Der Alptraum eines jeden Taxlers ist es, Opfer eines Raubüberfalls zu werden. Auch Molnár ist dies bereits passiert. Ein Fahrgast lotste ihn zum Brunnenmarkt in Ottakring und flüchtet nicht nur mit der Tageslosung, sondern auch mit der Goldkette, die Molnár von seiner Frau zur Verlobung geschenkt bekommen hatte. Später stellt sich heraus, dass ein weiterer Taxler an diesem Abend von dem gleichen Täter an der selben Stelle beraubt wurde. Die Polizei kann den Täter ausfindig machen und Molnár erhält seine Kette zurück.

Aber auch ein Fahrgast wurde in Molnárs Taxi einmal beraubt. In dem Kapitel “Morte a l’italiano” bericht er, wie eine ältere Frau auf dem Rücksitz einen Herzinfarkt erleidet und ihr deutlich jüngerer Begleiter ihren teuer wirkenden und reichlich vorhandenen Schmuck abnimmt, bevor er vor dem Eintreffen der Rettung fluchtartig das Fahrzeug verlässt.

Nackte Frau in Döbling bestellt immer um die gleiche Zeit ein Taxi

Unter den Taxlern in Wien gab es schon länger das Gerücht, dass eine Frau aus dem 19. Bezirk immer wieder um die gleiche Zeit ein Taxi für eine Botenfahrt bestellte: Zwei Packungen Zigaretten sollten ihr gebracht werden und angeblich öffnete sie den Fahrern die Tür immer nackt. Auch Mayer und Molnár hatten diese Geschichte schon unzählige Male gehört und für Schmäh gehalten. Bis auch sie einmal den Auftrag für besagte Botenfahrt bekamen. Und tatsächlich öffnete die Frau nackt.

Geschichten aus dem Arbeitsalltag der Taxler

Die Geschichten aus dem Arbeitsalltag der beiden Taxler drehen sich um Kuriositäten, die weit über den Transport von A nach B hinaus gehen. Von Fahrgästen, die lautstarke Selbstgespräche auf der Rückbank führen, über Unfälle auf eisglatter Fahrbahn bis hin zu zwielichtigen Gestalten, die mitten in der Nacht zum Friedhof gefahren werden möchten ist auf 220 Seiten für kurzweiliges Lesevergnügen und einen Einblick in das Berufsleben der Taxler gesorgt.

Eine Leseprobe findet sich auf der Homepage des am Buch beteiligten Autors Wolf May.
(SVA)



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