Rekorde rund um die Wahlen in Oberösterreich

Rekorde rund um die Landtagswahlen in Oberösterreich.
Rekorde rund um die Landtagswahlen in Oberösterreich. - © APA
Am 27. September wird in Oberösterreich gewählt: Alle Infos rund um Rekorde, Landtag und Landeshauptleute.

Oberösterreich ist eines der “schwarzen” Bundesländer – aber einmal, 1967, wurde die SPÖ knapp Erste. Die ÖVP sicherte sich dennoch mithilfe der FPÖ den Landeshauptmann. Das verhalf Heinrich Gleissner zum Rekord: Mit fast 26 Jahren ununterbrochener Amtszeit ist er bis heute österreichweit der längst dienende Landeshauptmann der Zweiten Republik.

Rekorde in Oberösterreich

Einen zweiten Rekord hält Oberösterreich auf Regierungsebene: Seit 1945 gab es nur vier Landeshauptmänner (plus einem Beamten 1945), so wenige wie sonst nirgends. Außerdem wurde selten wie nie (bisher erst zwölfmal) gewählt, weil die Legislaturperiode mit sechs Jahren die österreichweit längste ist und nie vorzeitig zu den Urnen gerufen wurde.

Recht flexibel zeigten sich aber die Wähler bei den Landtagswahlen: Abgesehen von den (seit 1997 im Landtag vertretenen) Grünen haben alle Parteien eine ziemlich bewegte Vergangenheit. Sechsmal gab es große Veränderungen im Stimmenanteil: ÖVP und SPÖ schrumpften einmal, die FPÖ zweimal um mehr als zehn Prozentpunkte, SPÖ und FPÖ legten jeweils einmal zweistellig zu. Das größte Plus bisher geht aufs Konto der FPÖ 1991 mit 12,7 Prozentpunkten, das größte Minus (14,1) musste die ÖVP beim ersten Antreten der FPÖ-Vorgänger 1949 verdauen. Da stürzte sie vom landesweit höchsten Stimmenanteil der Zweiten Republik, 59,1 Prozent, ab. Über riesige Zugewinne konnte die ÖVP nie jubeln, plus 3,9 Punkte war der größte im Jahr 1979.

Den (seit 1997) vier Landtagsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen blieben die Oberösterreicher aber sehr treu. Keine andere Partei schaffte es je ins Landesparlament.

Konstant entwickelte sich die Wahlbeteiligung – seit 1955 langsam, aber beständig nach unten. Bis 2009 die Briefwahl-Premiere für ein leichtes Plus sorgte. Mit den erreichten 80,4 Prozent ist Oberösterreich – zumindest bis zum 27. September – Rekordhalter unter den Bundesländern. Alle anderen liegen unter der 80er-Marke.

Rekorde bei Landtagswahlen, im Landtag und unter den Landeshauptmännern in Oberösterreich seit 1945:

- Höchster Stimmenanteil je: 59,05 Prozent der ÖVP im Jahr 1945
- Niedrigste/höchste Stimmenanteile der Parteien (Prozent):
  .ÖVP:   42,69/1997 - 59,05/1945  
  .SPÖ:   24,94/2009 - 45,95/1967
  .FPÖ:    5,03/1985 - 20,80/1949
  .Grüne:  1,68/1985 -  9,18/2009
- Größtes Plus je:  12,70 Prozentpunkte der FPÖ 1991
- Größtes Minus je: 14,05 Prozentpunkte der ÖVP 1945
- Größtes Minus/Plus der Parteien (Prozentpunkte):
  .ÖVP:   -14,05/1949, + 3,93/1979
  .SPÖ:   -13,39/2009, +11,30/2003
  .FPÖ:   -12,23/2003, +12,70/1991
  .Grüne:  kein Minus, + 3,28/2003  

- Wahlbeteiligung: Höchste    95,72 Prozent 1949       
                   Niedrigste 78,65 Prozent 2003
- Wahlberechtigte meiste: 1,094.497 heuer

Landtag
- Meiste Parteien: Vier seit 1997 - ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen, 
                   davor nur drei (ÖVP, SPÖ, FPÖ)
- Frauenanteil aktuell: 44,6 Prozent (25 von 56 Abgeordneten)
  Frauenanteil alle neun Landtage:  32,0 Prozent (141 von 440)

- Jüngste Abgeordnete:   Patricia Alber (ÖVP) mit 27 Jahren
- Ältester Abgeordneter: Franz Schillhuber (ÖVP) mit 65 Jahren

Landeshauptmann
- Längst dienender LH:   Heinrich Gleißner (V), 25,5 Jahre
                         von 26.10.1945 bis 2.5.1971 
- Kürzest dienender LH:  Erwin Wenzl (V), 6,5 Jahre 
                         von 3.5.1971 bis 19.10.1977 
- Aktueller LH:          Josef Pühringer (V), 20,5 Jahre
                         seit 2.3.1995 

(APA)

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