Regenbogenparade 2016 in Wien: Gegner rufen zum “Marsch für die Familie”

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Freizügigkeit ist bei der Regenbogenparade Programm - und den Gegnern ein Dorn im Auge
Freizügigkeit ist bei der Regenbogenparade Programm - und den Gegnern ein Dorn im Auge - © APA
Am Samstag, dem 18. Juni, geht es in der Wiener Innenstadt rund: Während – zeitversetzt – die Teilnehmer der Regenbogenparade und des “Marsches für Jesus” über den Ring ziehen, startet am Albertinaplatz einmal mehr der “Marsch für die Familie”.

Ab 15.00 Uhr wird beim “Marsch für die Familie” für die “klassische Form der Familie” und gegen “gesellschaftspolitische Irrwege” demonstriert. Die Veranstaltung versteht sich als eine Gegen-Kundgebung zur Regenbogenparade, bei der gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender-Personen demonstriert wird.

“Marsch für die Familie” am Albertinaplatz

Da heuer wieder ein großer Besucherandrang beim am gleichen Tag stattfindenden “Marsch für Jesus” am Wiener Heldenplatz erwartet werde, wurde der Sammelpunkt für den “Marsch für die Familie” auf den Albertinaplatz verlegt, da dies eine kleinere Veranstaltung ist. Unterstützung gibt es für das vom Verein “Pro Vita” organisierte Zusammentreffen heuer einmal mehr u.a. vom ehemaligen Pegida-Sprecher Georg Immanuel Nagel.

Fraglich ist, inwieweit sich die Teilnehmer der beiden Kundgebungen tatsächlich in die Quere kommen: Der “Marsch für Jesus” startet um 12.30 Uhr beim Heldenplatz. Nach der Ring-Runde versammeln sich die Beteiligten am Heldenplatz zum Abschlussfest. Bei dem von der Initiative “Christen in Wien” organisierten “Marsch für Jesus” handelt es sich um ein Treffen Gläubiger unterschiedlicher Konfessionen.

Regenbogenparade in Wien

Die Regenbogenparade, startet zeitversetzt um 15.00 Uhr bei der Schottengasse, auf der Höhe des Sigmund-Freud-Parks. Nach einer Runde um den Ring geht dort auch gegen 19.00 Uhr die Abschlusskundgebung über die Bühne gehen.

Zumindest was den Jesusmarsch anbelangt, appellierte Regenbogenparaden-Verantwortlicher Christian Högl zuletzt für friedliches Miteinander. Man möge “diesem Marsch mit dem nötigen Respekt begegnen und auf jegliche Provokationen verzichten”, ersuchte er um Rücksichtnahme.

(apa/red)

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