Rapid Wien will Sassuolo im Europa League-Rückspiel “knacken”

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Am Donnerstag geht es für Rapid Wien gegen Sassuolo um wichtige Punkte.
Am Donnerstag geht es für Rapid Wien gegen Sassuolo um wichtige Punkte. - © APA/Hans Punz
Vor einer extrem wichtigen Partie steht Rapid Wien am Donnerstagabend beim Rückspiel gegen Sassuolo. Mit einem Sieg könnten sich die Hütteldorfer zwei Spiele vor Schluss sogar an die Tabellenspitze der Gruppe F setzen.

Sassuolos 1:1 bei Rapid vor zwei Wochen war der Beginn einer sieglosen Pflichtspielserie von vier Partien. Nach dem 1:1 bei Bologna gab es zuletzt in der Liga Niederlagen gegen die Römer Topclubs AS Roma (1:3) und Lazio (1:2). Mit 13 Punkten nach elf Runden muss der Blick weniger nach vorne, sondern eher in Richtung Abstiegskampf gerichtet werden. Auch da die Verletzungsproblematik nicht abreißt. 20-Millionen-Mann Domenico Berardi war schon im Hinspiel kein Thema, nun gesellte sich mit Kapitän Francesco Magnanelli ein weiterer Eckpfeiler des Teams auf die lange Ausfallsliste.

Rapids Mario Pavelic fällt verletzt aus

Die gibt es aber auch bei den Rapidlern, die in der Abwehr improvisieren müssen, da Mario Pavelic den Italien-Trip wegen muskulären Problemen nicht mitmachte. So durfte der 18-jährige Manuel Thurnwald von Rapids Regionalligateam erstmals in den Profiflieger steigen. Ein Einsatz des Talents scheint aber unwahrscheinlich. Thomas Schrammel dürfte auf die rechte Seite rücken, Maximilian Wöber links in die Mannschaft kommen.

“Beide Mannschaften müssen auf viele Spieler verzichten, die normal eine gute Rolle spielen. Es hält sich die Waage. Beide werden die Situation annehmen und versuchen, ein gutes Ergebnis zu erzielen”, sagte Rapid-Trainer Mike Büskens. Das wäre alles andere als eine Niederlage. Damit würde man zumindest mit dem aktuell Zweiten Sassuolo, der wie Rapid zur Halbzeit vier Punkte auf dem Konto hat, mithalten.

Rapid Wien gegen Sassuolo in der Europa League unter Druck

“Es ist ein Spiel, in dem wir definitiv punkten wollen. Es wäre wichtig, da etwas mitzunehmen”, erklärte Büskens. Das wussten auch die Spieler vor dem Abflug nach Italien. “Wenn wir aufsteigen wollen, brauchen wir auch einmal auswärts mehr als einen Punkt. Morgen haben wir eine gute Chance dafür, sie sind sicher zu knacken”, schilderte Außenverteidiger Thomas Schrammel seine Sicht. Und Offensivspieler Louis Schaub ergänzte: “In der Gruppe ist noch alles offen. Das Spiel in Sassuolo könnte daher schon sehr wichtig sein.” Das 17. Europacuptor bzw. der Pflichtspieltreffer Nummer zwölf des 21-Jährigen diese Saison könnte dabei eine große Hilfe sein.

Im Hinspiel hatte er früh (7.) Rapids einzigen Treffer erzielt. Die Wiener hatten dabei vor der Pause ihre wohl beste Saisonleistung abgeliefert, sich aber nicht mit mehr Toren belohnt und danach noch die drei Punkte aus der Hand gegeben. “Wir waren da mutig, haben versucht, sie früh zu attackieren, hatten frühe Ballgewinne, dadurch kurze Wege zum Tor. Nur die Qualität des Abschlusses hat nicht gepasst”, warf Büskens noch einmal einen Blick zurück.

Im mit 21.584 Zuschauer fassenden Mapei Stadium in Reggio Emilia, das bestenfalls zur Hälfte gefüllt sein wird, werde der Faktor Effizienz wohl eine noch größere Rolle spielen. “Du wirst vielleicht nicht ganz so viele Chancen bekommen und musst einfach effektiver sein vor der Bude”, gab der Deutsche die Marschroute vor.

“Es war eine saublöde Aktion”

Zudem müssen individuelle Schnitzer wie jener von Eigentor-Schütze Schrammel im Hinspiel tunlichst vermieden werden. “Es war eine saublöde Aktion. Ich habe aber nicht viel Zeit gehabt, darüber nachzudenken, und es gleich abgehakt”, sagte Schrammel. Böse Worte gab es von keiner Seite, ein paar Witze hingegen schon. “Das gehört dazu. Jetzt habe ich die Chance zu zeigen, dass ich es besser kann”, meinte der hoch motivierte 29-Jährige.

Neben ihm im Zentrum werden wohl wieder Mario Sonnleitner und Maximilian Hofmann agieren, obwohl Christoph Schößwendter zumindest wieder schmerzfrei ist. Vorne ist eher mit einer Solospitze zu rechnen, obwohl es zuletzt in den beiden jüngsten Pflichtspielen mit einer 4-4-2-Formation im ÖFB-Cup gegen Blau-Weiß Linz (4:0) und in der Liga gegen die Admira (2:1) Siege gab.

“Die beiden Siege waren extrem wichtig für das Selbstvertrauen”, betonte Schaub. Natürlich auch für Trainer Büskens. “Es war wichtig, im Cup zu überwintern, und der Sieg gegen die Admira war ein weiterer Schritt”, betonte der Coach der Hütteldorfer.

(APA/Red)

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