Rabenhof lockt mit sanierter Bestuhlung und zahlreichen Premieren in die Saison 2017/18

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Sanierte Bestuhlung und umfangreiches Programm im Herbst im Rabenhof Theater
Sanierte Bestuhlung und umfangreiches Programm im Herbst im Rabenhof Theater - © Chili Gallei / Rabenhof
Bei der Saison 2017/18 darf man sich beim Wiener Rabenhof Theater nicht nur auf ein abwechslungsreiches Programm mit ungewöhlichen Premieren freuen, sondern auch auf eine generalsanierte Originalbestuhlung.

Zu sehen sein wird dabei unter anderem Peter Klien als “Reporter ohne Grenzen” oder das erste Solo von Robert Palfrader.

Rabenhof Theater mit sanierten Stühlen und abwechslungsreichem Programm

Den Auftakt macht allerdings “Mayerling”, das als “Singspiel von Wilderern und Habsburgern” angekündigt wird. Nach einem Buch von Ernst Molden, der auch für die Musik verantwortlich zeichnet, sind ab 20. September Darsteller wie Eva Maria Marold, Manuel Rubey oder Gerald Votava zu erleben, wie sie in dem “bizarren Zaubermärchen” mit Untoten und dem weißen Hubertushirsch umgehen müssen. Inszeniert wird der bunte Reigen von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer, die Ausstattung stammt von Gudrun Kampl.

“Viel gut essen”:  Sibylle Berg und Kreisky

“Viel gut essen” heißt es dann am 17. Oktober: Autorin Sibylle Berg hat ihr Stück gemeinsam mit der Indie-Band Kreisky für den Rabenhof adaptiert, wobei sich das Publikum auf “Reizthemen wie Homo-Ehe, Migration, Bio-Gemüse, Euro-Krise sowie Feminismus” gefasst machen sollte. Als “Reporter ohne Grenzen” begegnet man wiederum Peter Klien, bekannt als hartnäckiger Fragesteller aus Stermann und Grissemanns “Willkommen Österreich”-Universum. Er wird sich ab 15. November erstmals auf der Bühne als Satire-Journalist beweisen.

Gewissermaßen neues Terrain betritt auch Robert Palfrader: Der beliebte Kabarettist und Schauspieler begibt sich im programmatisch betitelten “Allein” erstmals auf Solopfade. Laut dem Künstler führe der Abend “von der genetischen Disposition über den freien Willen zum Zufall”, beinhalte aber auch all jene Dinge, die Palfrader nicht versteht. Nachsatz: “Und das ist viel.” Premierentermin ist der 17. Jänner. Knapp einen Monat später lässt das Duo Adi Hirschal und Wolfgang Böck gemeinsam mit der Mario Berger Band die “Strizzilieder” wiederauferstehen, sie werden in “Strizzante” neu gedeutet und 25 Jahre nach der Uraufführung ins Heute gebracht (Premiere: 14. Februar).

Premierenprogramm mit Superhelden

Ziemlich musikalisch ist auch Hubsi Kramar zu erleben, der dem verstorbenen Musiker Leonard Cohen einen Galaabend widmet. Für “Dance me to the end of love” (ab 20. März) wird er u.a. von Lucy McEvil und Stefano Bernardin unterstützt. Sich selbst gilt es dabei auch zu feiern, wird Kramar kommendes Jahr doch 70. Komplettiert wird das Premierenprogramm durch Superhelden: Die federführend von Comicautor Harald Havas erdachten “Austrian Super Heroes”, die es seit 2016 in Heftform gibt, werden mittels Videoinstallation und Animation den Rabenhof erobern (Premiere am 4. April). Für die jüngeren Besucher hat der Rabenhof in der kommenden Saison u.a. “Die Nibelungen” (Premiere am 30. November) und “Frau Holle” (Premiere am 15. März, jeweils Buch und Regie von Roman Freigaßner-Hauser) im Angebot.

Ein bereits fix etablierter Bestandteil ist weiters der Literatursalon, der in den kommenden Monaten mit Robert Menasse, Stefanie Sargnagel, einer “Langen Nacht der Kolumnisten”, Robert Pfaller und Wladimir Kaminer aufwarten wird. Als “Spezialitäten” werden Stand-up-Comedian Oliver Polak, die Big Brother Awards, der alljährliche Protestsongcontest oder Sven Regeners neuer Roman “Wiener Straße” (laut Programmheft “österreich-exklusiv und 100-prozentig live & in Farbe”) angekündigt. Zum “Breakfast at Polly’s” lädt Angelika Hager alias Polly Adler “ihre Freundinnen-Truppe” Andrea Händler, Maria Happel und Petra Morze, der britische Komiker Sam Donnelly fragt alle Star-Trek-Fans ganz ungeniert “What would Spock do?” und zum 20-Jahr-Jubiläum treffen sich erneut zwei “Überlebenskünstler” – nämlich Hubsi Kramar als Adolf Hitler und Peter Paul Skrepek als Helmut Zilk.

Maschek und Tagespresse-Show

Ergänzt wird das Angebot durch etliche Wiederaufnahmen, darunter Mascheks “Fake”-Show oder die “Tagespresse-Show”, die im Herbst zudem einen eigenen ORF-Ableger bekommt. Zufrieden zeigte man sich im Rabenhof mit der abgelaufenen Saison, war sie mit 354 Vorstellungen doch die bisher umfangreichste. Dabei wurden 81.542 Zuschauer im Gemeindebau begrüßt, was einer Gesamtauslastung von 87,36 Prozent entspricht – ein leichtes Plus von einem halben Prozentpunkt im Vergleich zu 2015/16.

(APA/Red.)

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