Prozessbeginn rund um “Home Invasion” bei Ehepaar in Döbling

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Zwei Männer müssen sich wegen einer "Home Invasion" in Döbling verantworten
Zwei Männer müssen sich wegen einer "Home Invasion" in Döbling verantworten - © APA
Aufgrund eines brutalen Überfalls eines Arztehepaares in einem Haus in Döbling müssen sich nun die dafür verantwortlichen Männer am Dienstag vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten. Den beiden Mitgliedern einer Bande wird u.a. Raub und Freiheitsentziehung vorgeworfen.

Die beiden Männer sollen bei dem Einbruch die Opfer gefesselt und um Bargeld sowie Schmuck beraubt haben. Bei dem Coup handelte es sich um den ersten Fall einer “Home Invasion” in Wien in diesem Jahr.

Prozess um brutalen “Home Invasion” auf Wiener Paar

Die Opfer – ein älteres, gut situiertes Ehepaar – erlitten bei der Tat leichte Verletzungen. Zuerst wurde die 70-jährige Frau, die ihren Mann erwartete und daher arglos die Haustür ihres Hauses in der Kahlenberger Straße im Nobelbezirk Döbling öffnete, sofort attackiert, genötigt, die Wertgegenstände preiszugeben, und anschließend gefesselt und geknebelt. Als dann ihr Ehemann 30 Minuten später zu Hause eintraf, malträtierten sie auch den Mediziner mit Schlägen.

Täter durch DNA-Spur identifiziert

Die Kriminellen erbeuteten bei dem Überfall auf das Ehepaar Bargeld und Schmuck. Dank einer DNA-Spur am Tatort konnte ein Wiener vier Monate nach dem Überfall als mutmaßlicher Täter identifiziert werde. Der gebürtige Serbe diente der Bande als Dolmetsch. Sein Cousin wurde kurze Zeit später im Juni ebenfalls festgenommen und ist mitangeklagt. Die beiden müssen sich nun vor Richterin Gerda Krausam verantworten. Vertreten werden die beiden Angeklagten von den Rechtsanwälten Christian Werner und Rudolf Mayer. Bei der “Home Invasion” waren drei weitere Männer – scheinbar Verwandte der beiden Angeklagten – involviert, die sich noch auf der Flucht befinden.

Schmuck wurde an Hehler versetzt

Den Schmuck versetzten die Männer unmittelbar nach der Tat bei einem Hehler. Der Hauptangeklagte gab an, dafür einen Anteil von rund 2.000 Euro erhalten zu haben. Die Deliktsform der “Home Invasion” ist den Ermittlern schon länger bekannt, die bisher identifizierten Täter stammen demnach aus Rumänien, Serbien oder Bulgarien. In Wien wurden in diesem Jahr drei dieser brutalen Raubüberfälle verübt. Nach dem Coup im Februar in Döbling wurden zu Ostern im gleichen Bezirk ein weiterer Arzt und seine Frau Opfer einer solchen Bande. Ende Juni ist ein Bankiers-Ehepaar in seinem Wohnhaus im Westen Wiens von Unbekannten überfallen worden.

(APA/Red.)

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