“Operation Java”: Scheinbares Aus für Österreichs aktivste Einbrecherbande

Teile der Beute der organisierten Bande, der die Operation Java das Handwerk legte
Teile der Beute der organisierten Bande, der die Operation Java das Handwerk legte - © APA/HANS KLAUS TECHT
Vor gut zwei Jahren trieb eine europaweit tätige Einbrecherbande äußerst aktiv ihr Unwesen – nun ist es um sie ruhig geworden. Sehr wahrscheinlich hat die gezielte “Operation Java” die kriminelle Gruppierung erfolgreich dauerhaft zerschlagen.

Die kriminelle Organisation aus Georgien hielt die Ermittler monatelang in Atem. Bevor die Polizei zuschlug, waren die Mitglieder der Gruppe wohl die aktivsten Einbrecher in Österreich – doch seither ist weitgehend Ruhe.

Operation Java war erfolgreich

Die “Operation Java”, die sich vor rund zwei Jahren gegen eine georgische europaweit tätige kriminelle Organisation richtete, hat laut Kriminalisten offenbar nachhaltigen Erfolg gehabt.

“Wir haben zwar in der Vorwoche in Wien fünf Einbrecher aus Georgien festgenommen”, räumte Ernst Geiger, Leiter der Abteilung Ermittlungen, Allgemeine und Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt (BK), am Dienstag ein. Aber diese eine höchst aktive durchorganisierte Bande gebe es seither nicht mehr.

Nach zwei Jahren auf der Flucht gefasst

Geiger bestätigte, dass einer der führenden Köpfe der Gruppe dieser Tage nach beinahe zweijähriger Flucht in einem Luxushotel bei Athen festgenommen wurde. Mit ihm erwischte die Polizei fünf seiner engsten Mitarbeiter.

Bei der “Operation Java”, die im März 2010 zur Festnahme von Dutzenden Verdächtigen in mehreren europäischen Ländern geführt hatte, war den Ermittlern der 51-Jährige in Griechenland zuletzt durch die Lappen gegangen, was unter anderem auf eine mangelhaft koordinierte Öffentlichkeitsarbeit zurückgeführt wurde. Die Ermittler eines südeuropäischen Staates hatten etwas zu früh die Nachricht verbreitet. Nach anderen Quellen soll sich der mutmaßliche Pate durch Bestechungsgelder seiner Festnahme entzogen haben.

25 Festnahmen in Österreich

In Österreich waren im Zuge der Operation im März 2010 rund 25 Verdächtige festgenommen worden. Über rund 20 wurde die U-Haft verhängt. Darunter befanden sich auch zwei mutmaßliche “Diebe im Gesetz”, wie die Paten der mafiösen Organisationen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion in ihren Heimatländern genannt werden. Die Mitglieder, die von der “Operation Java” ausgeforscht wurden, warten nach wie vor auf ihren Prozess in Wien.
(apa)

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