Österreich führend bei E-Mobilität

Österreich ist führend bei Innovationen in der Automobilindustrie.
Österreich ist führend bei Innovationen in der Automobilindustrie. - © APA (Symbolbild)
Österreich ist pro Kopf der größte Motorenproduzent der Welt und die österreichische Automobilindustrie is bei Innovationen weltweit unter den Top-Ländern.

Das rechnete der Chef des Zulieferers AVL List, Uwe Dieter Grebe, vor. Die Zukunft werde das autonome, vernetzte Fahren sein, Verbrennungsmotor und Elektroantrieb werden gleichen Stellenwert haben, so Grebe.

AVL List ist in Österreich der Patentkaiser, gefolgt vom austrokanadischen Motorenproduzenten Magna. Rund zehn Prozent des Umsatzes (inklusive staatlicher Förderungen) gibt das Grazer Unternehmen für Forschung und Entwicklung aus, weltweit werden 8.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Elektromibilität hat hohen Stellenwert in Österreich

Insgesamt sichere die Automobilwirtschaft in Österreich nach Eigenangaben rund 450.000 Jobs und führt pro Jahr 15 Mrd. Euro an Steuern ab. Der Jahresumsatz liege bei 43 Mrd. Euro. Pro Werktag würde die Branche 1,4 Patente anmelden, davon nahezu wöchentlich eines im Bereich Elektromobilität. Hier sei Österreich spät gestartet, aber habe gewaltig aufgeholt. Nach Deutschland ist Österreich das europäische Land mit den meisten Anmeldungen in diesem Bereich, so Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV), am Montag vor Journalisten.

Einen Appell gegen die Verteufelung des Autos richtete heute der neue Sprecher der Automobilimporteure, Günther Kerle. “Back to the Roots, es kann nicht sein dass in Wien alle mit dem Radl herumfahre müssen. (…) Die Autoverdrängung ist gegen die Interessen der Bevölkerung”, so der ehemalige Mazda Österreich-Chef, der mit 1. April in Pension ging und die Nachfolge von Felix Clary bei der Interessensvertretung antrat.

Das Auto müsse leistbar bleiben, hilfreich wäre dabei eine E-Auto-Förderung wie sie nun Deutschland bekommt und eine Neuauflage der Verschrottungsprämie, was auch der Umwelt gut tun würde, erklärte Kerle.

(APA)

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