ÖFB-Cup: Rapid mit blauem Auge weiter, Austria souverän

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APA - © Die Austria feierte einen Kantersieg, Rapid hat sich in die nächste Runde gezittert.
Die beiden Wiener Großklubs zeigen in der zweiten Runde des ÖFB-Cups höchst unterschiedliche Auftritte gegen unterklassige Gegner.

Rapid hat gegen SKU Amstetten nur mit viel Mühe den Einzug ins Achtelfinale des österreichischen Cups geschafft. Die Hütteldorfer setzten sich am Mittwoch gegen den Regionalligisten mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten war es so wie auch nach der regulären Spielzeit durch Treffer von Milan Vuković (18.) beziehungsweise Florian Kainz (7.) 1:1 gestanden.

Durch das glückliche Ende eines wahren Cup-Krimis lebt die Chance des Rekordmeisters auf den ersten Pokal-Titel seit 1995. Allerdings gab es bei strömendem Regen durch die Verletzungen von Stefan Nutz und Louis Schaub zwei dicke Wermutstropfen für die Grün-Weißen.

Rapid muss überstunden machen

Dabei hatte zunächst alles nach einem problemlosen Erfolg für Rapid ausgesehen. In der 7. Minute legte Schaub für Kainz auf, der mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte für das 1:0 der Gäste sorgte. Der erste Tiefschlag aber folgte schon rund zehn Minuten später. Nach einem Zweikampf mit Mario Sonnleitner ging der Amstettner Patrick Lachmayr im Strafraum zu Boden – Schiedsrichter Alexander Harkam entschied auf Rot für den Rapid-Verteidiger wegen Torraubs und Elfmeter, den Vuković verwandelte.

Auch in Unterzahl blieb Rapid die tonangebende Mannschaft, wusste jedoch mit dem hohen Ballbesitzanteil wenig anzufangen. Brenzlig für den Achten der Regionalliga Ost wurde es nur in der 26. Minute, als Schaub an Goalie Lukas Schwaiger scheiterte, und in der 37. Minute, als ein Treffer von Schaub wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Mate Jelić aberkannt wurde. Nach dem Seitenwechsel sorgte der neue Rapid-Stürmer mit einem Kopfball an die Außenstange (77.) für die einzige vielversprechende Aktion der Hütteldorfer bis zum Ende der regulären Spielzeit. Nach einer von Kampf und Krampf geprägten Verlängerung, in der Schwaiger in der 104. Minute gerade noch ein Eigentor von Holzer verhinderte, ging es ins Elfmeterschießen. Dort parierte zunächst Goalie Schwaiger den Versuch von Kainz, danach wehrte Strebinger den Penalty von Mario Holzer ab. Die Entscheidung brachte ein von Strebinger entschärfter Lachmayr-Elfer. Davor hatte Dibon getroffen, der Rapid vor einem Jahr in Amstetten in der 117. Minute zum Aufstieg geschossen hatte.

Austria feiert Kantersieg gegen Wels

Im Gegensatz zu ihrem Erzrivalen gab sich die Austria keine Blöße. Die “Veilchen” gewannen auswärts gegen Wels, den Drittletzten der Oberösterreich-Liga (vierte Leistungsstufe) sicher mit 7:0. Die Tore erzielten Lukas Rotpuller (1.), Serbest (15.), Kevin Friesenbichler (18., 27.), Alexander Gorgon (23.), Marco Meilinger (54.) und Ognjen Vukojević (82.).

Austrias Thomas Salamon sah in der 81. Minute wegen Nachschlagens die rote Karte. Bei den Siegern fehlte unter anderen der erkrankte Kapitän Robert Almer, der allerdings bis zum Wochenende wieder fit werden könnte.

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