Ö3-Frühstück bei mir: Hofer und Van der Bellen über ihre Pläne

2Kommentare
Hofer und Van der Bellen im Ö3-Frühstück bei mir Spezial
Hofer und Van der Bellen im Ö3-Frühstück bei mir Spezial - © APA
Am Sonntag waren die beiden Bundespräsidentenkandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Belleb im Ö3 beim “Frühstück bei mir Spezial” zu Gast und sprachen über ihre Pläne.

Norbert Hofer verriet im Ö3-Interview, wie er sich auf den Tag der Bundespräsidentenstichwahl am 22. Mai 2016 vorbereitet. Mit inneren Bildern, stimmt er sich auf den Sieg bereits ein.

Norbert Hofer visualisiert den Sieg

Wie Sportler, die sich schon am Siegespodest sehen, visualisiert sich Hofer regelmäßig einen bestimmten Moment am Wahltag: “Und zwar das Einlangen der ersten Ergebnisse auf meinem Laptop. Ich sehe 52 Prozent für mich.” Über ein Szenario der Niederlage wollte der 45-jährige FPÖ-Kandidat nicht sprechen. “Ich bin fokussiert. Wenn ich ein Ziel habe, dann gibt es nur dieses Ziel. Und keine andere Welt, die man aufbaut.” Er nehme sich gleich zwei Amtsperioden als Bundespräsident vor, so Hofer zu Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl. “Das müssen dann natürlich die Wähler entscheiden. Aber ich bin sehr zuversichtlich.”

Van der Bellen hofft auf 51 Prozent

Mit mentalen Strategien arbeitet Alexander Van der Bellen nicht, wie er in Ö3-“Frühstück bei mir” erzählte. Er versuche sich lediglich mit Rollenspielen auf die Konfrontationen vor der Stichwahl vorzubereiten: “Man spielt gewisse Situationen durch. Wie würde mein Kontrahent auf bestimmte Punkte reagieren bzw. umgekehrt, was wird er machen und wie reagiere ich.” Seine Prognose für den Ausgang der Stichwahl: “Ich hoffe auf 51 Prozent.”

Während Norbert Hofer im Fall des Wahlsieges als erste Tat im neuen Amt vor hat “Meinen Laptop anstecken und dann die Regierung zu mir in die Hofburg bitten, um die wichtigen Themen für das Land bei einer Tasse Kaffee zu besprechen.”, wollte Alexander Van der Bellen auf Ö3 eigentlich gar nicht mehr den Gedanken verfolgen, sein Büro permanent in der Hofburg zu haben: “Kann man nicht als Bundespräsident einmal 14 Tage in Salzburg oder Graz eine Art Residenz aufmachen? Ist das sehr kompliziert? Schon der Name Hofburg ist für mich irritierend, da wird die Kettenbrücke hochgezogen und dann ist man in der Burg. Das kann es doch nicht sein.”

Pläne nach der Bundespräsidentenwahl

Für die Tage nach der Stichwahl – egal ob bei Sieg oder Niederlage – haben in jedem Fall beide Kandidaten bereits konkrete Pläne: Norbert Hofer wird vier Tage mit seiner Frau Verena in eine Therme nach Ungarn fahren. “Ich sehne mich nach Urlaub. Und hoffe, dass mich dort keiner kennt.” Außerdem wird Hofer ganz sicher heuer mit dem Motorroller nach Mariazell fahren “Das habe ich mir bereits am 1. Jänner als Vorsatz für das Jahr auf meine Mind-Map geschrieben.”

Alexander Van der Bellen plant für die übernächste Woche “die Wohnung aufzuräumen und die Post zu überprüfen. Das bleibt derzeit auch alles liegen.”. Außerdem versprach der 72-jährige, der in Sozialen Medien immer wieder auf die mangelnde Strahlkraft seines Lächelns hingewiesen wird, “nach der Wahl zum Zahnarzt zu gehen und einmal über die Zähne putzen zu lassen.” Der ehemalige Universitätsprofessor und Grünen-Chef denkt außerdem an einen Kirchen-Wiedereintritt.

>> FPÖ legt harte Bandagen an
>> “Wer weiß wählt, unterstützt Hofer”

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel