Nuclear Engineering Mitarbeiter in Seibersdorf erhöhter Strahlung ausgesetzt

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Zwei Mitarbeiter in Seibersdorf erhöhter Strahlung ausgesetzt
Zwei Mitarbeiter in Seibersdorf erhöhter Strahlung ausgesetzt - © APA
In Niederösterreich wurden zwei Mitarbeiter der Firma Nuclear Engineering bei einer routine Müllaufarbeitung erhöhter Strahlung ausgesetzt und mussten nach Wien in ein Krankenhaus gebracht werden.

In der Nuclear Engineering Seibersdorf GmbH (NES) im Bezirk Baden ist es am Donnerstag, den 2. Mai zu einem Zwischenfall mit radioaktiven Abfällen gekommen, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Zwei Mitarbeiter waren am Donnerstagnachmittag einer erhöhten Strahlung ausgesetzt worden, als sie den Müll aufarbeiten wollten.

Mitarbeiter in das Wiener SMZ Ost gebracht

Aufgrund der vorhandenen umfassenden Sicherheitseinrichtungen wurden die Kontaminationen sofort festgestellt und damit eine weitere Verbreitung verhindert. Die für solche Fälle vorgesehenen Schutz- und Meldemaßnahmen wurden unverzüglich eingeleitet.

Die betroffenen zwei Mitarbeiter wurden zur Beobachtung in das SMZ Ost gebracht. Ein Austritt von Radioaktivität in die Umwelt ist nicht erfolgt. Die genaue Analyse des Unfallherganges wird in Abstimmung mit den zuständigen Strahlenschutzbehörden erfolgen. Die Mitarbeiter wurden zur Beobachtung in das Wiener SMZ Ost gebracht.

Noch keine Krankheitssymptome entwickelt

Den zwei Männern gehe es nach ersten Informationen “grundsätzlich gut”, teilte Geschäftsführer Roman Beyerknecht mit: “Es ist nicht zu erwarten, dass sie Krankheitssymptome entwickeln.” Die gesetzlichen Grenzwerte seien aber deutlich überschritten worden, so Beyerknecht. Daher stünden der etwa 50-Jährige und sein 35 Jahre alter Kollege noch unter Beobachtung.

Grund für den Unfall sei ein in der Anlieferung falsch deklariertes Abfallgebinde gewesen, hieß es. Ein Austritt von Radioaktivität in die Umwelt sei aber nicht erfolgt, versicherte NES. Ermittlungen zur Analyse des Unfallherganges sind in Abstimmung mit den zuständigen Strahlungsbehörden im Gange.

(Red./APA)

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