Niki: Gläubigerausschuss in Wien berät weiter über Verkauf

Der Gläubigerausschuss verhandelt immer noch in Wien.
Der Gläubigerausschuss verhandelt immer noch in Wien. - © APA/DPA/Rainer Jensen
Seit den frühen Morgenstunden des 22. Jänners berät der Gläubigerausschuss der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki im neu aufgerollten Bieterverfahren über den Verkauf der Fluglinie.

“Die Besprechungen laufen noch”, hieß es aus dem Büro der Niki-Insolvenzverwalterin Ulla Reisch zur APA am Montagabend. Einen ungefähren Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Verkaufsentscheidung heute gebe es derzeit nicht. Die Kaufinteressenten hatten bis Freitagabend eine zweite Chance, Angebote für Niki einzureichen und der Gläubigerausschuss soll noch heute über den Verkauf entscheiden. Ende Dezember hatte der deutsche Insolvenzverwalter in dem in Berlin angelaufenen Niki-Insolvenzverfahren bereits einen Kaufvertrag mit der britisch-spanischen Airlinegruppe IAG/Vueling ausverhandelt. Mitte Jänner wurde allerdings auch in Österreich Konkurs über Niki eröffnet. Das Bieterverfahren wurde nun durch die österreichische Insolvenzverwalterin wiederholt.

Vueling drängt auf Entscheidung im Fall Niki

Die International Airline Group (IAG) bzw. deren Billigflugtochter Vueling hatte vergangene Woche auf ihr unverändertes Interesse zur Übernahme wesentlicher Niki-Teile verwiesen, allerdings auch auf eine umgehende Entscheidung gedrängt. Ansonsten würde das Kaufangebot zurückgezogen. Ex-Rennfahrer und Airlinegründer Niki Lauda hat nach eigenen Angaben wieder für Niki geboten, gemeinsam mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Fluggesellschaft Condor. Interesse an Niki-Teilen hat vor einigen Tagen auch der Billigflieger Ryanair geäußert. Von den Iren gab es zuletzt aber ebensowenig öffentliche Äußerungen wie von anderen kolportierten Kandidaten.

APA/Red.

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