Niederlage gegen Astra Giurgiu: Austria Wien droht in der Europa League das Aus

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Die Austria und Lucas Venuto (l.) müssen um den Aufstieg zittern.
Die Austria und Lucas Venuto (l.) müssen um den Aufstieg zittern. - © AP Photo/Ronaldo Zak
Die Wiener Austria verspielt zu Hause gegen Astra Giurgiu eine 1:0-Führung, verliert mit 1:2 und muss im Kampf um den Aufstieg am letzten Spieltag auf Schützenhilfe der Roma hoffen.

Die Austria hat am Donnerstag mit einem Selbstfaller die Chance vergeben, vorzeitig die K.o.-Phase der Europa League zu erreichen. Gegen Astra Giurgiu lange Zeit dominant und durch Lukas Rotpuller (57.) mit 1:0 in Führung, kassierten die Hausherren im Happel-Stadion in Unterzahl (ab 65.) noch zwei späte Treffer (79., 88./Elfer) und hat das Aufstiegsschicksal nicht mehr in eigener Hand.

Lange Zeit schien Innenverteidiger Rotpuller mit seinem ersten EL-Treffer der Saison zum Matchwinner einer spielerisch bescheidenen Partie zu werden. Doch nach dem Ausschluss von Alexander Grünwald (65.) schafften die zuvor nur defensiv agierenden Rumänen noch die Trendwende und verdrängten mit nunmehr sieben Punkten die Austria (5) von Platz zwei. Im abschließenden Spiel in Pilsen (8. Dezember) muss die Austria nun gewinnen und zugleich auf ein Remis beziehungsweise eine Niederlage Astras im Heimspiel gegen die AS Roma hoffen. Den Italienern (11) ist Platz eins nicht mehr zu nehmen.

Austria tat sich gegen defensives Astra schwer

Die Charakteristik der ersten Hälfte ist schnell umrissen. Giurgiu war mitsamt seiner Fünferkette fast ausschließlich auf die Defensivarbeit konzentriert und machte dem schnellen Offensivtrio der Austria das Leben schwer. Während Felipe Pires und Larry Kayode in den ersten 45 Minuten nicht gefährlich werden konnten, schaffte dies Lucas Venuto zumindest einmal: Nach weiter, hoher Vorlage von Raphael Holzhauser ging sein Halbvolley aber klar übers Tor (22.).

Es sollte bis zur Pause die einzige echte violette Möglichkeit bleiben, erst nach dem Seitenwechsel nahm die Partie etwas an Fahrt auf, blieb aber auf spielerisch bescheidenem Niveau. Holzhauser gab in der 48. Minute den ersten Torschuss ab. Bezeichnenderweise brachte sich die Austria aus einem Eckball heraus auf die Siegerstraße: Nach Faustabwehr von Giurgiu-Goalie Silviu Lung kam der Ball via Pires zu Holzhauser, dessen Hereingabe Rotpuller aus Kurzdistanz zur Führung über die Linie drückte.

Mit dem Grünwald-Ausschluss kam der Umschwung

Giurgiu, zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden, musste nun die Wende herbeiführen und löste in der Folge auch seinen Fünferriegel auf. Noch dazu spielten den Rumänen zwei gelbe Karten Grünwalds innerhalb von fünf Minuten in die Karten (61., 65.).

Astra nahm die Einladung prompt an, machte es in der Schlussphase noch einmal spannend, Erinnerungen an das 3:2 in Giurgiu kamen hoch. Da hatte man sich nach dem Ausschluss Rotpullers noch zum Sieg gezittert. Doch dafür sollte es am Donnerstag nicht mehr reichen. In der 73. Minute traf Constantin Budescu zwar noch die Außenstange (73.), sechs Minuten später war es dann aber soweit: Nach einer schön herausgespielten Aktion bekam Austria-Tormann Osman Hadžikić den Schuss von Denis Alibec nicht mehr unter Kontrolle, Daniel Florea staubte trocken ab.

Noch bitterer dann das Finish: Nach einer eher harmlosen Attacke von Petar Filipović im Strafraum entschied der polnische Schiedsrichter Paweł Raczkowski auf Elfmeter, den Budescu souverän verwertete.

(APA, Red.)

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