09. März 2010 12:52;  Akt: 09.03.2010 13:00

Augarten- Konzertsaal: Baumbesetzer vom Areal entfernt

Demonstranten hatten in den Baumkronen ausgeharrt Demonstranten hatten in den Baumkronen ausgeharrt - ©vienna.at
Die Baumbesetzung des Wiener Augartenspitzes hat ein Ende: Am Dienstagvormittag wurden die letzten vier ausharrenden Aktivisten durch die Polizei vom Areal entfernt. Jetzt wird wieder gerodet.  2 Kommentare

Am gestrigen Montag war mit der Einrichtung der Baustelle begonnen worden, die auch die Fällung einiger Bäume nötig macht. Diese Arbeiten mussten jedoch unterbrochen werden, nachdem sich einige Aktivisten ins Geäst geflüchtet und angekündigt hatten, dort bis auf weiteres ausharren zu wollen. Heute wurden die restlichen vier der Kälte trotzenden Baumbesetzer dann unter lautem Protest ihrer Mitstreiter, welche die Aktion vor den Grundstücksmauern verfolgten, von der Exekutive entfernt.

Man handle auf Aufforderung des Grundstückseigentümers, so Polizeisprecher Mario Hejl: "Die Besetzung ist ein massiver Eingriff in die Rechte des Besitzers." Daraufhin rückten Motorsägen dem vormals besetzten Holzriesen zu Leibe, verbliebene Transparente und Schlafsäcke wurden demontiert. In den nächsten Tagen sollen die Aufräumarbeiten auf dem Bauplatz abgeschlossen und weitere Vorarbeiten - zunächst die Untersuchung des Bodens auf Altlasten - stattfinden, erklärte ein Sängerknaben- Sprecher.

"Dieser Bau ist nicht rechtskonform", empörte sich Eva Hottenroth von der Bürgerinitiative "Freunde des Augartens". Es seien noch juristische Prüfungen etwa bezüglich der Flächenwidmung und des Denkmalschutzes anhängig, betonte sie. Darüber hinaus gebe es - anders als angekündigt - keinerlei Gesprächsbereitschaft von Bürgermeister Michael Häupl (S). Auch Gerhard Kubik, SP- Bezirksvorsteher der Leopoldstadt, sei nicht erreichbar, ergänzte Raja Schwahn- Reichmann vom "Josefinischen Erlustigungskomitee".

Die ebenfalls anwesende Planungssprecherin der Wiener Grünen, Sabine Gretner, wunderte sich über den "Zufall", dass diese Aktion genau dann passiere, wenn Häupl auf Urlaub sei: "Hier handelt es sich um einen Präzedenzfall, ob öffentlicher Grund an eine private Gruppe einfach so verschachert werden kann." Sie plädiere weiterhin für einen Alternativstandort für das Musikzentrum.

Amüsiert über das grüne Engagement zeigte sich die FPÖ. "Wer bei 3 auf dem Baum ist, hat sein Bezirksratsmandat fix", machte sich der Leopoldstädter FPÖ- Obmann Wolfgang Seidl über das "Kletter- Happening" lustig. "Vielleicht wären die Grünen so nett, ihre Prioritäten neu zu ordnen und sich nicht weiter auf Kosten der Steuerzahler am Augartenspitz von Baum zu Baum zu schwingen", so der blaue Wunsch.



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Es ist in letzter Zeit......
sehr komisch es werden immer mehr Bäume gefällt, besonders in Parks oder auf Gemeinde Plätzen.
Obwohl es nicht einmal nötig gewesen währe.
Die Bäume werden oft vom Steuerzahler bezahlt, wenn sie eine bestimmte größe erreichen müssen sie verschwinden.
Wollen sich dort vielleicht ein par bestimmte Leute mit billig Holz, einen warmen Abend im Wohnzimmer geniesen ?
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"die Rechte des Besitzers" - wie es
im Text steht - sind in den WIENER PARKS und GÄRTEN immer noch bei den WIENERN!

Und können nicht durch einsame Entscheidungen eines total ABGEHOBENEN BÜRGERMEISTERS zerstört werden.
Warum macht denn der so "leutseelige Herr HÄUPL" dazu keine Volksbefragung? Feig?? Diktatorisch ???
Einfach drüberfahren ????

Wird Zeit, daß im Herbst in WIEN GEWÄHLT wird!

Es gibt bestimmt genig Plätze in Wien - bis hin zum RATHAUS - wo die Sängerknaben proben können. Daß es in der neuen Halle später ungestörte Konzerte geben wird, darf schon jetzt bezweifelt werden . . .

.
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