Neuer Hubschrauber-Landeplatz des Wilhelminenspital in Betrieb

Der neue Hubschrauber-Landeplatz des Wilhelminenspitals.
Der neue Hubschrauber-Landeplatz des Wilhelminenspitals. - © WIL/Robert Holzinger
Der neue Heliport im Wilhelminenspital ist 700 Quadratmeter groß und bietet entscheidende Vorteile in der Patientenbetreuung.

Im Beisein von KAV-Generaldirektor Udo Janßen sowie der Kollegialen Führung des Wilhelminenspitals wurde am Donnerstag der neue Hubschrauber-Landeplatz des Krankenhauses nach achtmonatiger Bauzeit eröffnet. Die Kosten des rund 700 Quadratmeter großen Heliports belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro.

“Ab sofort haben wir eine direkte Anbindung vom Hubschrauber in den Schockraum, die Unfallchirurgie sowie in die Gefäßchirurgie”, zählt Janßen die bedeutendsten Vorteile der neuen Einrichtung auf. “Der winterfeste Landeplatz entspricht den neuesten behördlichen Vorgaben und bietet für die Piloten bessere Anflugbedingungen und dadurch mehr Sicherheit”, so Michael Weigelhofer, Verwaltungsdirektor des Wilhelminenspitals.

Bis dato mussten die Patienten vom bestehenden Landeplatz mit dem hauseigenen Transport zum jeweiligen Behandlungsort gebracht werden. Vom neuen Standort gelangt man über eine 35 Meter lange Brücke direkt in die Bereiche, in denen notfallmedizinische Versorgung stattfindet. Da es hier geht oft um jede Minute geht, ist es enorm hilfreich, dass für diese Patienten künftig zusätzliche Transportzeiten am Gelände entfallen.

Wilhelminenspital: Spezielle Schulungen für neuen Heliport

Die Errichtung des Heliports machte Anpassungen bei den Abläufen und in der Organisation nötig, wie beispielsweise die neue Funktion von Betriebs- und Einsatzleitern für 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr. Mit Unterstützung der in diesen Belangen erfahrenen ÖAMTC- und Austro Control-Mitarbeiter erhielten in Summe 24 Leute Schulungen in Sachen Betriebs- und Einsatzleitung, Brandschutz, Patientenübergabe, spezielle Situationen und Gefahrenmomente im Umgang mit dem Hubschrauber und neue Technikanlagen.

Der neue Hubschrauberlandeplatz wurde in zwei Etappen und insgesamt acht Monaten errichtet. Das anschließende Behördengenehmigungsverfahren erforderte eine organisatorische Nachbesserung. Baulich musste allerdings nichts verändert werden, sodass der Heliport nun nach nochmaliger Genehmigungs- und Stillhaltefrist die Betriebsaufnahmebewilligung der zuständigen Magistratsabteilung 64 erhalten hat und somit offiziell per 1. August in Betrieb gehen konnte.

Der neue, über den Boden beheizte und somit winterfeste Landeplatz mit eigener Feuerlöschanlage liegt in einer Höhe von 25 Metern. In Summe wurden 450 Tonnen Stahl verbaut.

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