Nach Terrorwarnung: Wie sicher ist der Wiener Silvesterlauf?

Von David Mayr
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Der traditionelle Silvesterlauf findet auch heuer wieder statt.
Der traditionelle Silvesterlauf findet auch heuer wieder statt. - © APA/Andreas Presslehner
Während der Fokus der Sicherheitskräfte auf dem Silvesterpfad liegt, wurde über den Silvesterlauf dahingehend kaum berichtet. Wir haben bei der Polizei nachgefragt, wie die Lage für die Sportveranstaltung eingeschätzt wird.

Die Terrorwarnung an europäische Hauptstädte, wonach es “an Orten, wo Menschenansammlungen stattfinden, in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu einem Attentat mit Sprengstoff beziehungsweise zu einem Schussattentat kommen könnte” hält auch die Wiener Polizei in dieser Woche in Atem. Entsprechend wurden die Sicherheitsvorkehrnungen für den Silvesterpfad verstärkt, mit 500 Mann wird die Exekutive dort präsent sein.

“Die Einsatzkräfte sind instruiert worden, auf besondere Situationen zu achten, auf bestimmte Arten von Gegenständen und Verhaltensweisen – vor allem dort, wo größere Personengruppen unterwegs sind”, erklärte dazu Polizeisprecher Roman Hahslinger. Auch die Sondereinheiten Cobra und WEGA werden im Einsatz sein, Besuchern des Silvesterpfades wird geraten, “nur unbedingt notwendige Behältnisse” mitzunehmen. Wer einen großen Rucksack mit sich trägt, müsse mit Kontrollen rechnen.

Silvesterlauf: Keine Terrordrohung

In der Berichterstattung um das Sicherheitskonzept rund um den Silvesterpfad, auf dem ab 14:00 Uhr Hundertausende Menschen erwartet werden, etwas untergegangen ist der Silvesterlauf. Start auf der Ringstraße ist um 11:00 Uhr auf Höhe der Ringstraßengalerien, es wird mit ungefähr 4.000 Teilnehmern gerechnet.

Also ebenfalls eine Massenveranstaltung, die für Terroristen ein potentielles Ziel darstellen könnte. VIENNA.at hat daher bei der Polizei nachgefragt, wie es beim traditionellen Laufbewerb um die Sicherheit bestellt ist. “Wir werden auch dort stichprobenartige Kontrollen durchführen, können aber nicht bei jedem Teilnehmer in den Rucksack schauen”, sagte Hahslinger. In der Menge werden Zivilbeamte unterwegs sein, außerdem setzt man auf Überwachung durch die Verkehrskameras am Ring.

Grundsätzlich gebe es für den Silvesterlauf keine Terrordrohung, daher sei er bei der Polizei auch nicht primäres Thema. “Aber wir haben die Veranstaltung natürlich auf dem Radar”, beruhigte Hahslinger.

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