Attentats-Warnung: “Keine konkrete Bedrohung” in Wien

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Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen gebe es keine "konkrete Drohung".
Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen gebe es keine "konkrete Drohung". - © APA (Symbolbild)
Die Wiener Polizei verstärkte nach einer geheimdienstlichen Attentats-Warnung an europäische Hauptstädte die Sicherheitsvorkehrungen erneut. Dennoch gebe es “keine konrete Drohung”, wie am Sonntag nochmals betont wurde.

Es gebe jedoch “keine konkrete Drohung”, sagte Patrick Maierhofer, Sprecher der Wiener Polizei, am Sonntag der APA. Auch bestehe aus polizeilicher Sicht kein Grund für Absagen geplanter Veranstaltungen.

Laut Aussendung der Landespolizeidirektion vom Samstag wurden von einem “befreundeten Dienst” bereits vor den Feiertagen Warnungen an europäische Hauptstädte geschickt, wonach es “an Orten, wo Menschenansammlungen stattfinden, in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu einem Attentat mit Sprengstoff bzw. zu einem Schussattentat kommen könnte”. Der Hinweis deutet laut Wiener Polizei “von der Intensität her auf eine höhere als die allgemein bekannte abstrakte Gefahrenlage” hin.

Wiener Silvesterpfad könnte abgesagt werden

Der Silvesterpfad in Wien werde “aus derzeitiger Sicht” stattfinden, sagte Maierhofer. Dafür gebe es keine “konkrete Drohung”. “Komplett ausgeschlossen ist eine Absage aber nicht”, erklärte der Sprecher. Im Vorjahr waren trotz eisiger Kälte 620.000 Menschen in der Nacht zum Jahreswechsel auf der innerstädtischen Partymeile unterwegs. Anfang kommender Woche ist eine Sicherheitsbesprechung in der Bundeshauptstadt angesetzt. Neben den Spitzen der Polizei werden daran auch Vertreter der Stadt, der Wiener Linien, der ÖBB sowie weiteren Einsatzorganisationen teilnehmen.

Die Wiener Polizei arbeitet intensiv mit den Kräften in den Bundesländern zusammen, wurde am Wochenende betont. Die dortigen Einheiten wurden in Bereitschaft versetzt, damit sie im Anlassfall nach Wien beordert werden können. Genaue Details sollen bei der Sicherheitsbesprechung festgelegt werden, noch befinde sich die Polizei in der ersten Planungsphase.

Namen allfälliger Attentäter genannt

Von dem befreundeten Geheimdienst wurden auch mehrere mögliche Namen allfälliger Attentäter genannt. “Diese sollen Richtung Europa unterwegs sein. Wir wissen aber weder, ob sie wirklich unterwegs sind, noch ob sie wirklich existieren”, erklärte Maierhofer. Die Überprüfung habe bisher keine konkreten weiterführenden Ergebnisse gebracht.

Die Polizei wies in der Aussendung auf die erhöhten Maßnahmen hin. Sie bat auch “die Bevölkerung um Verständnis für erhöhte polizeiliche Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen. Insbesondere bei Veranstaltungen und Verkehrsknotenpunkten wird die Polizeipräsenz verstärkt. So patrouillieren vermehrt mit Sturmgewehr (Stg 77) bewaffnete Kräfte in der Bundeshauptstadt. Auch gibt es intensivere Personenkontrollen, erhöhte Bedachtnahme auf Behältnisse, in denen Sprengstoff transportiert werden könnte wie leere Koffer, Taschen oder Rahmen von Fahrrädern, informierte die Polizei. “Die Kontrolle wird so gut wie möglich sein”, betonte Maierhofer.

(APA/Red)

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