Mutter in Wien-Donaustadt getötet: Sohn informierte selbst die Polizei

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In diesem Haus geschah die Bluttat
In diesem Haus geschah die Bluttat - © APA
Bluttat in Wien-Donaustadt: Ein 52 Jahre alter Mann hat am Donnerstag seine Mutter getötet und selbst die Polizei verständigt. Außerdem fügte er sich selbst mit einem Küchenmesser einen Bauchstich zu.

Er wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Seine 80-jährige Mutter wies keine offensichtlichen Verletzungen auf, eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. Die Ermittler vermuteten zunächst, dass der 52-Jährige seine Mutter durch Erdrosseln zu Tode gebracht hatte. Für sie kam jede Hilfe zu spät, Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg.

Mann tötete Mutter in Wien-Donaustadt

Der Anruf des Mannes ging um 12.43 Uhr bei der Polizei ein. Der 52-jährige gab an, dass er seine Mutter getötet habe und kündigte Selbstmord an, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Mehrere Funkwagen fuhren zum Tatort, eine Wohnung im zweiten Stock eines Ende der 1960er-Jahre errichteten Gemeindebaus in der Polgarstraße 25.

Als die ersten Streifenbeamte eintrafen, stand die Wohnung offen. Im Wohnzimmer erwartete sie der Mann mit einem langen Brotmesser, mit dem er sich offenbar schon mehrere Stichverletzungen im Oberkörper zugefügt hatte. “Geben’s das Messer weg”, schrien ihn die Beamten mehrfach an. Der 52-Jährige kollabierte. Die Polizisten legten dem Mann Handschellen an und versuchten, die am Boden liegende Frau zu reanimieren. Ein wenig später am Tatort eingetroffener Notarzt konnte nur noch den Tod der 80-Jährigen feststellen.

52-Jähriger fügte sich mit Küchenmesser Bauchstich zu

Der 52-Jährige fügte sich laut Wiener Berufsrettung einen Bauchstich zu. Er war laut Andreas Huber, Sprecher der Berufsrettung, ansprechbar, als ihn die Einsatzkräfte ins Krankenhaus brachten. Dort wurde der indische Staatsbürger am Donnerstagabend noch notoperiert. Seine Mutter war österreichische Staatsbürgerin.

Das Motiv der Tat blieb vorerst unklar. Mutter und Sohn hatten laut Keiblinger erst vor einer Woche gemeinsam die Gemeindewohnung bezogen. Mordermittler sollen nun die Hintergründe klären.

(apa/Red)

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