Mordversuch auf der Rax – Verdächtiger bleibt in Haft

Eine schöne Wanderung mit unschönem Ausgang
Eine schöne Wanderung mit unschönem Ausgang - © APA-Symbolfoto: ANDREAS PESSENLEHNER
Keine Haftprüfungsverhandlung beantragte jener 60-Jährige, dem vorgeworfen wird, versucht zu haben, seine Frau bei einer Wanderung auf der Rax zu erschlagen. Er bleibt damit in Haft.

Der Niederösterreicher saß seit 26. Juli in der Justizanstalt Wiener Neustadt in U-Haft. Diese wurde im November in eine vorläufige Anhaltung umgewandelt, weil der 60-Jährige bei der Begehung der ihm angelasteten Tat unzurechnungsfähig gewesen sein könnte.

Aus Bergunfall wurde Mordversuch auf der Rax

Zunächst hatte alles auf einen Bergunfall hingedeutet. Ein Wanderer hatte die Bergrettung auf das Rax-Plateau gerufen, nachdem er dem Ehepaar zufällig begegnet war: Die Frau lag mit schweren Kopfwunden auf dem Weg, ihr Mann stammelte etwas von einem Sturz. Nach der Erstversorgung und der Befragung der Verletzten jedoch wendete sich das Blatt zuungunsten des 60-Jährigen: Er wurde wegen Verdachts des Mordversuchs festgenommen, nachdem seine um elf Jahre jüngere Ehefrau erklärt hatte, dass ihr Mann sie im Zuge eines Streits mit einem Stein attackiert habe.

Verdächtiger hat angeblich psychische Probleme

Im Zuge der Ermittlungen, die noch nicht abgeschlossen sind, sprach der Verdächtige von “Blackout”, “Depressionen” und “Zukunftsängsten”, die ihn plagten. Daher wurde ein Gerichtspsychiater beigezogen. Dieser dürfte die Angaben des 60-Jährigen bestätigt haben. Jetzt wartet die Staatsanwaltschaft in Wiener Neustadt auf eine weitere psychiatrische Expertise.

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