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Mord an Wiener Autohändler: Ärger über offene Schulden wahrscheinliches Motiv

Der Fall um den Autohändler, den man am Wienerwaldsee tot fand, nimmt Kontur an Der Fall um den Autohändler, den man am Wienerwaldsee tot fand, nimmt Kontur an - © APA
Nachdem im Fall um den Mord an einem 55-jährigen Autohändler nun ein Verdächtiger festgenommen wurde, gibt es erste Informationen zu einem möglichen Motiv. Das Opfer soll dem Verdächtigen einen ausgeborgten Geldbetrag nicht zurückgezahlt haben.

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Einige der medialen Spekulationen um den Mord an einem Wiener Autohändler haben sich als haltlos erwiesen: Einen mafiösen Hintergrund oder den in manchen Medien kolportierten Bezug zu Auto-Schiebereien dürfte der gewaltsame Tod von Milos N. nicht haben. Die zerstückelte Leiche des 55-Jährigen war am vergangenen Samstag am Wienerwaldsee bei Tullnerbach (Bezirk Wien-Umgebung) gefunden worden.

Schulden als wahrscheinliches Motiv für Mord an Autohändler

Das Motiv für die Bluttat dürfte im privaten Bereich liegen: Der festgenommene Verdächtige, der den gebürtigen Serben erschlagen und zerteilt haben soll, soll sich über Schulden, die Milos N. bei ihm hatte und die der Autohändler offenbar nicht zurückzahlen wollte, geärgert haben.

Der unter Mordverdacht stehende Enddreißiger, über den das Wiener Straflandesgericht am Freitagnachmittag die U-Haft verhängt hat, soll Milos N. vor einiger Zeit einen größeren Geldbetrag geborgt haben. Angeblich unterhielten die beiden geschäftliche Beziehungen. Mehrere eindringliche Versuche des Gläubigers, sein Geld zurückzubekommen, scheiterten. In dieser Situation soll es zur Bluttat gekommen sein.

Mutmaßlicher Täter angeblich Ende dreißig

"Beide Männer haben sich gekannt", bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, auf APA-Anfrage. Zum möglichen Motiv wollte er sich im Hinblick auf die nicht abgeschlossenen Ermittlungen nicht äußern: "Der Verdächtige wird derzeit vernommen." Laut orf.at soll der Enddreißiger, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwaltlich vertreten war, bereits ein Geständnis abgelegt haben.

Vecsey betonte, dass es neben dem Verdächtigen keinen Hinweis auf einen weiteren Tatbeteiligten gibt. Laut Vecsey gibt es auch keinen Bezug zum Mord an Milenko M. Die ebenfalls in zwei Teile zerlegte Leiche des 57-jährigen Serben, der auch Autohändler war, wurde Ende April auf der "Teufelswiese" bei Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) gefunden.

(apa/red)



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