14 Flüchtlinge vor griechischer Insel ertrunken

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Symbolbild - © APA
Bei einer versuchten Überfahrt aus der Türkei auf die griechische Insel Agathonisi sind mindestens 14 Migranten ertrunken.

Drei Menschen konnten nach dem Kentern eines Holzbootes einen Strand der Insel erreichen und die Behörden alarmieren, teilte die griechische Küstenwache am Samstag mit. Unter den Opfern seien auch vier Kinder.

“Wir setzen die Such- und Rettungsaktion fort. Es waren 20 oder 21 Menschen an Bord”, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. Trotz des Flüchtlingspaktes der EU mit der Türkei und einer weitgehenden Schließung der sogenannten Balkanroute setzen wöchentlich rund 300 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis über.

Hilfsorganisation rettet 218 Flüchtlinge

Ein Schiff der spanischen Hilfsorganisation “Proactiva Open Arms” mit 218 im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen an Bord ist unterdessen am Samstag im Hafen der sizilianischen Stadt Pozzallo eingetroffen. “Das Schiff, das kein europäischer Hafen aufnehmen wollte, hat Pozzallo erreicht. Italien hat diesmal Menschenleben und Europas Würde gerettet”, schrieb der Starjournalist Roberto Saviano auf Twitter.

Das Schiff der spanischen Hilfsorganisation war bei der Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer nach eigenen Angaben von der libyschen Küstenwache mit Waffen bedroht worden. Danach musste es mit entkräfteten Menschen an Bord mehr als einen Tag auf die Einfahrt in einen sicheren Hafen warten.

Einfahrt in sicheren Hafen verweigert

Dem Schiff sei zeitweise die Einfahrt in einen sicheren Hafen in Europa verweigert worden und es hätte mit Menschen in kritischem Zustand auf hoher See bleiben müssen, erklärte der Gründer der Organisation Oscar Camps. Ein drei Monate altes Baby und seine Mutter seien nach Malta in Sicherheit gebracht worden, aber viele andere seien am Ende ihrer Kräfte und bräuchten schnell Hilfe, schrieb die Organisation.

“Nach 24 Stunden Spannung hat das Schiff von Proactiva Open Arms Sizilien erreichen können. Dies ist der Intelligenz und Entschlossenheit der Retter und der Weisheit des italienischen Innenministers Marco Minniti zu verdanken”, schrieb der Menschenrechtsexperte Luigi Manconi.

(APA/dpa)

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